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Aus der Stadt Notruf nach „Batman“-Film im Cinemaxx
Hannover Aus der Stadt Notruf nach „Batman“-Film im Cinemaxx
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06:15 06.08.2012
Von Vivien-Marie Drews
Foto: Nach einer „Batman“-Vorstellung kam es im Cinemaxx am Raschplatz zu panikartigen Szenen: Die Türen öffneten nicht.
Nach einer „Batman“-Vorstellung kam es im Cinemaxx am Raschplatz zu panikartigen Szenen: Die Türen öffneten nicht. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Mit Klopfzeichen versuchten die Zuschauer, auf sich aufmerksam zu machen – erfolglos. Ein Besucher drückte schließlich den Notrufknopf und löste damit einen direkten Alarm bei der Leitstelle der Feuerwehr aus.

Die Angst der Kinogäste dürfte auch mit den tragischen Ereignissen bei der Premiere des „Batman“-Films „The Dark Knight Rises“ in der US-Stadt Aurora zu tun gehabt haben. Dort hatte ein 24-jähriger Mann wahllos ins Publikum geschossen und zwölf Menschen getötet. „Unter diesen Voraussetzungen war es für die Betroffenen eine beängstigende Situation, den Kinosaal nicht verlassen zu können. Sie hatten keine Ahnung, was los war“, sagt Udo Schmitt, dessen 17-jähriger Sohn in dem Kinosaal festsaß. Erst etwa zehn Minuten nach Ende des Films seien die Türen endlich geöffnet worden.

Dies alles geschah am vergangenen Montag, wurde aber erst jetzt bekannt. „Ein Defekt an der Lüftungsanlage hat dazu geführt, dass sich die Türen nur noch mit sehr viel Kraftaufwand öffnen ließen“, sagte am Freitag Kinoleiter Damian Sprysch. Die Frischluftzufuhr sei ausgefallen, dennoch sei weiterhin verbrauchte Luft abgezogen worden. „Dadurch hat sich ein Unterdruck gebildet. Die Türen haben sich regelrecht festgesogen.“

Die Anlage sei umgehend repariert und der Kinosaal anschließend vom Gewerbeaufsichtsamt überprüft worden. Die Gesundheit der Kinobesucher sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Sprysch wies darauf hin, dass alle Kinosäle mit Sicherheitstüren ausgestattet seien, die sich nicht von außen verriegeln lassen. „Jeder kann immer raus.“

Udo Schmitt ärgert sich vor allem über die Informationspraxis des Kinos. „Ich habe nach dem Vorfall eine E-Mail geschrieben und um Erklärung gebeten. Eine Antwort gab es bisher nicht.“

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