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Aus der Stadt Oberbürgermeisterwahl: Wer soll für die CDU kandidieren?
Hannover Aus der Stadt Oberbürgermeisterwahl: Wer soll für die CDU kandidieren?
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00:15 28.02.2013
Von Volker Wiedersheim
Hannover rätselt (und witzelt): Wer soll für die CDU das Rathaus erobern? Quelle: Symbolbild
Hannover

Ja, ja. Sie, liebe Leser, haben gerade erst Stephan Weil in die Staatskanzlei von David McAllister gewählt. Das war knapp, spannend daher auch ein bisschen und anstrengend. Aber Demokratie-Routiniers wissen: Gerade in einem Superwahljahr ist nach dem Wahlkampf vor dem Wahlkampf.

Das nächste Kreuzchen ist zwar erst im September zu machen, aber spannend wird es spätestens Freitag. Dann verrät die hannoversche CDU, wer für sie ein kleines Wunder vollbringen soll: die Eroberung des Rathauses.

Seit einiger Zeit schon redet die Stadtgesellschaft über das Thema. Soweit der Flurfunk der Union dechiffrierbar ist, ist die Personalentscheidung durch. Der Zirkel der Eingeweihten ist aber klein und hält (bislang) dicht. Bis zum ersten März. Dann will CDU-Kreischef Dirk Toepffer das Geheimnis lüften. Bis dahin rätselt der Rest der Stadt und sucht nach Kandidaten, auf die passt, was bisher an Informationen lanciert worden ist. Der Kandidat könnte demnach ein Quereinsteiger sein, nicht zwingend mit Parteibuch. Besonders medienerfahren sei er, womöglich vermögend und charismatisch.

Konservativer Quereinsteiger, Medienprofi, reich und verschwiegen: Die Stadt rätselt (und witzelt) über den Mann, der für die CDU das Rathaus erobern soll.

Wer bei der Internetsuchmaschine GoogleHannover“ und „Charisma“ eingibt, findet unter den Top-Hinweisen einen Friseur und einen Eskortservice, dessen Webauftritt braven Bürgern die Schamesröte ins Gesicht treibt. Und die dort porträtierten Damen Ornella, Saphira und so weiter (keine Nachnamen!) führen in eine Sackgasse. Denn bei der CDU hieß es zuletzt entgegen der ursprünglichen Strategie: keine Frau.

Also nicht Aygül Özkan, vor Wochen hoch gehandelt. Aber auch sonst keine Landesminister a. D. aus der McAllister-Riege. Keine Buse-, Schüne- und Althusmänner. Also vielleicht einen Managertyp wie Drogerieunternehmer Dirk Rossmann, 96-Boss Martin Kind, „Mr TUI“ Michael Frenzel? Solche erfolgreichen Konzernlenker – obwohl formal zu alt, die Grenze ist bei 65 Jahren – wären hannoverschen Wählern vielleicht zu vermitteln. Aber tut sich so ein Macher das Rathaus, die Verwaltung und politische Querschläger vom Kaliber der „Hannoveraner“ an? Ist Kind als Gratulant bei 100-Jährigen und eisernen Hochzeiten vorstellbar? Eher nicht. Und mit Sitzungsgeld sowie Dienstwagen – Weil hatte einen Audi A4 – lockt man die bestimmt auch nicht.

Aber viel kleiner als Kinds Ego sollte das des Mr. X der CDU auch nicht sein. Stefan Schostok, der SPD-Mann im Rathaus-Rennen, ist zwar bislang nicht der unantastbare Überkandidat. Aber einen Sozialdemokraten in Hannover abzuhängen ist ein bisschen so wie „Mission: Impossible“ für die CDU.

Jedenfalls seit es das politische Links-Rechts-Magnetfeld gibt. Bis auf ein kurzes Freidemokraten-Intermezzo von Franz Henkel 1946 regierten nach dem Zweiten Weltkrieg ausschließlich Rote im Rathaus. Wilhelm Weber, August Holweg, Herbert Schmalstieg, Weil. Da muss also echt ein Knaller kommen, wenn es die Union diesmal packen will.

Da der Ring des Schweigens in Hannovers CDU-Zentrale mit Mitteln der ernsthaften Recherche noch nicht zu durchdringen ist, stellt sich die Frage denen, die es von Berufs wegen mit dem Ernst nicht so ernst nehmen, sondern die sich über Politik lustig machen.

Die Stadt sucht auch wegen des drohenden Fachkräftemangels dringend nach mehr männlichen Erziehern für ihre eigenen Kindertagesstätten. Bisher gibt es unter den 558 pädagogischen Mitarbeitern der 38 stadteigenen Kitas 57 Männer.

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