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Aus der Stadt Grüne verdreifachen Etat für Wahlkampf
Hannover Aus der Stadt Grüne verdreifachen Etat für Wahlkampf
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17:36 19.08.2013
Von Andreas Schinkel
Foto: „Wir meinen das richtig ernst“: Lothar Schlieckau bei der Kampagnenpräsentation.
„Wir meinen das richtig ernst“: Lothar Schlieckau bei der Kampagnenpräsentation. Quelle: Mast
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Hannover

Rund 20.000 Euro hatte man noch bei der Wahl 2006 ausgegeben, um die OB-Kandidatin Ingrid Wagemann bekannt zu machen. Inklusive Spenden sollen jetzt 60.000 Euro zusammenkommen, um für Lothar Schlieckau zu werben. „Wir meinen das richtig ernst und wollen in die Stichwahl kommen“, betont Parteichef Tobias Lewerenz. Schließlich habe sich bei der letzten Kommunalwahl 2011 gezeigt, dass der Abstand zur CDU nur wenige Prozentpunkte beträgt.

Wie sehr es den Grünen in den Fingern juckt, zeigt sich auch daran, dass sie am Mittwoch als erste Partei ihre Plakatmotive vorgestellt haben. Bereits am 22. Juli soll Schlieckau von etlichen Laternenpfählen herunterlächeln. 550 Porträts des OB-Kandidaten und 300 Themenplakate will man aufhängen. Hinzu kommen noch zehn Großplakate. SPD und CDU scheinen weniger Eile zu haben. „Die Plakate sind fertig, aber wir müssen noch beraten, ob wir an dem Tag loslegen“, sagt Uta Biermann vom SPD-Wahlkampfteam. Die CDU will Ende Juli die ersten Plakate kleben.

Dass es nicht einfach wird, im ersten Wahlgang am 22. September so viele Stimmen zu gewinnen, dass es für die Stichwahl am 6. Oktober reicht, ist auch Schlieckau klar. „Wir müssen mehr Leute als nur unser grünes Stammpublikum erreichen“, sagt er. Da sich an der OB-Wahl auch 16-Jährige beteiligen können, will der 62-jährige Schlieckau bei der jungen Wählerschaft punkten. Zudem hofft er auf Stimmen aus anderen politischen Lagern, von der CDU bis zu den Linken.

„Weltoffen gewinnen alle“, so ist eines der drei Themenplakate überschrieben. Darauf sieht man einen lächelnden Schlieckau zwischen zwei jugendlichen Frauen, eine der beiden, mit dunkler Hautfarbe, hält einen Fußball in den Händen. „Flüchtlinge müssen wir willkommen heißen“, sagt der Spitzenkandidat. Und die Stadtverwaltung müsse mehr Migranten einstellen. Ein anderes Motiv zeigt Schlieckau inmitten einer Kindergruppe, die augenscheinlich Blumen pflanzt. „Naturtalente fördern“, heißt es im Titel. Damit will Schlieckau mehrere Forderungen in einem Bild vereinen – Kinderbetreuung ausbauen, frühkindliche Bildung fördern, Umweltschutz stärken. Das dritte Motiv soll ältere Wähler ansprechen. Es zeigt den Grünen zusammen mit einem weißhaarigen Herren, der einen Bauplan in der Hand hält. Mit großer Geste scheint Schlieckau ein Bauprojekt zu erklären. „Ein bezahlbares Zuhause für alle“ steht darüber. „Wir brauchen unter anderem mehr Wohnungen für Studenten“, sagt Schlieckau. Auf allen Plakaten verzichtet er auf das grüne Parteilogo, schließlich handele es sich um eine Personenwahl, sagt Schlieckau.  

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