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Aus der Stadt Wem gehört das Riesenfloß?
Hannover Aus der Stadt Wem gehört das Riesenfloß?
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00:21 08.06.2014
Von Jörn Kießler
Einsatz am Vatertag: Die Feuerwehr Hannover barg ein Riesenfloß aus der Leine. Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Zwar wurde das Boot, das sich eine Ausflugsgruppe offenbar für Himmelfahrt aus Spanholzplatten, Plastikfässern, Autositzen und Hilfsmotor gebaut hatte, bereits auseinandergebaut und fachgerecht entsorgt. Dennoch treibt es – bildlich gesprochen – noch immer durch hannoversche Behörden. Denn irgendwer muss die 2500 Euro teure Bergungsaktion bezahlen. Die Polizei hofft jetzt, Aufschlüsse durch ein Schnappschussfoto zu erhalten, das eine Passantin zufällig am Leineufer aufgenommen hat.

Am Freitagabend wurde die Feuerwehr an die Schützenallee beordert. Dort hing das Floß in einem Gebüsch fest. Die Einsatzkräfte sicherten es, gaben die Verantwortung für Abtransport und Entsorgung des schwimmenden Ungetüms dann aber ab – womit eine Behördenodyssee begann. Erst war die Stadtentwässerung nicht zuständig, später das Wasser- und Schifffahrtsamt, am Ende kümmerte sich der Fachbereich Tiefbau der Stadt, berichtet Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Die Behörde ist auch für den Maschsee und etwa für Hochwassereinrichtungen zuständig. Nachdem der richtige Ansprechpartner gefunden war, verlief die Entsorgung dann zwar problemlos, jedoch kostenintensiv.

Feuerwehrleute haben ein Riesenfloß in der Leine geborgen. Die Konstruktion mit Autositzen und kleinem Motor hing im Gebüsch nahe dem Paddelclub an der Schützenallee in Döhren fest.

„Zusammen mit dem Einsatz der Feuerwehr hat die Stadt diese Aktion 2500 Euro gekostet“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Diese Kosten würde die Verwaltung gerne an den Besitzer weitergeben. Den zu finden ist aber nicht so leicht. Vor allem, weil die Polizei zunächst keinen Grund sah, nach ihm zu fahnden. „Unseres Erachtens lag weder eine Straftat vor, noch eine Ordnungswidrigkeit vor“, sagte Holger Hilgenberg von der Polizeidirektion Hannover. Letztlich übernahm jedoch die Inspektion Süd die Nachforschungen – und bekam unverhofft Unterstützung.

Einer Teilnehmerin des Himmelfahrtsausflugs der Kanu-Wanderer Hannover war das voll besetzte Floß aufgefallen, als es die Leine hinabschipperte. Die Passantin fotografierte es. Als sie über die Bergung in der Zeitung las, meldete sie sich bei der Polizei und stellte das Bild zur Verfügung. Neben Hinweisen zu den Besitzern des Floßes erhielten die Beamten eine weitere interessante Information. Die Ausflugstruppe war mit zwei Booten unterwegs. Wo sich das zweite Floß derzeit befindet, ist unklar.     

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