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Aus der Stadt Warnstreik legt am Mittwoch Hannover lahm
Hannover Aus der Stadt Warnstreik legt am Mittwoch Hannover lahm
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09:38 28.05.2014
Von Mathias Klein
Aufgerufen zu dem Warnstreik hat die Gewerkschaft ver.di, die ihren Forderungen in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst Nachdruck verleihen will. Quelle: Dröse (Archiv)
Hannover

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes müssen sich die Bürger in der nächsten Woche auf die erste große Warnstreikwelle einstellen. „Jetzt sind die Beschäftigten gefordert, dass Bewegung in die Verhandlungen kommt“, sagte ver.di-Chef Frank Bsirske. Besonders betroffen ist Hannover: Am kommenden Mittwoch fahren in der Landeshauptstadt keine Busse und Bahnen, die städtischen Kindertagesstätten bleiben geschlossen. Von dem Streik sind außerdem die Müllabfuhr, die Stadtreinigung, das Regionsklinikum und die Verwaltungen betroffen.

Weil sich an den Streikaufrufen von ver.di bei der Üstra immer sehr viele Beschäftigte beteiligen, stellt das Verkehrsunternehmen den Betrieb seiner Stadtbahnen und Busse vom frühen Morgen bis in die Nachtstunden komplett ein, wie ein Üstra-Sprecher sagte. Am Donnerstag sollen Busse und Bahnen dann wieder normal fahren.

Die rund 40 Kitas, die von der Stadt in Eigenregie betrieben werden, sollen geschlossen bleiben. Ein Notdienst werde nicht eingerichtet, sagte eine Rathaussprecherin. Ob wegen des Streiks auch andere städtische Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Büchereien geschlossen bleiben, ist noch unklar. 

Die Auswirkungen für die Patienten im Regionsklinikum standen gestern noch nicht fest. „Wir wissen noch nicht, welche unserer Kliniken von dem Streik betroffen sind“, sagte Sprecher Bernhard Koch. Falls nötig, würden Notdienstvereinbarungen mit der Gewerkschaft getroffen, damit unaufschiebbare Operationen am Mittwoch stattfinden könnten.

ver.di kündigte bereits am Freitag an,  zu weiteren Streiks in Hannover aufzurufen, falls die Verhandlungen nicht vorankommen. „Wir sind in der Lage, den Druck zu erhöhen“, sagte ein Sprecher.

Hintergrund des Warnstreiks ist die erste Runde der Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Angestellten der Kommunen und des Bundes. Sie war am Donnerstag ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. ver.di und der
Beamtenbund fordern eine pauschale Anhebung der Gehälter um 100 Euro monatlich sowie einen weiteren Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber weisen die Tarifforderung als überzogen zurück. Allein die Kommunen müssten mit zusätzlichen Ausgaben in Höhe von rund sechs Milliarden Euro rechnen, sollten sich die Gewerkschaften mit ihren Forderungen durchsetzen.

Bereits am Freitag gab es in Norddeutschland erste Warnstreiks. In Niedersachsen legten Streikende die Arbeit unter anderem in Verwaltungen, öffentlichen Betrieben, Kitas, Sparkassen und im Klinikum Wolfsburg nieder.
Auch vor zwei Jahren waren die Verhandlungen im öffentlichen Dienst in Hannover und der Region von mehreren Warnstreiks begleitet. Schlagzeilen machten die Arbeitnehmer, als sie ausgerechnet am besucherstärksten Tag der Computermesse CeBIT die Üstra bestreikten. Am Ende standen Gehaltszuwächse für die Beschäftigten von insgesamt 6,3 Prozent.

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