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Aus der Stadt Özgür T. soll tödlichen Streit angefangen haben
Hannover Aus der Stadt Özgür T. soll tödlichen Streit angefangen haben
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19:07 16.02.2015
Von Jörn Kießler
Bei dem Streit in Linden-Nord war der Gastwirt Özgür T. tödlich verletzt worden. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Eine Woche nach dem Tod des Lindener Gastwirtes Özgür T. werden immer mehr Details von vergangenem Dienstagabend bekannt. An dem Abend war der 33-Jährige mit mehreren Begleitern in eine Wohnung in der Stärkestraße gestürmt, wo es gegen 22 Uhr zu einer Auseinandersetzung kam, in deren Verlauf T. lebensgefährlich verletzt wurde. Wenig später fanden Passanten ihn auf dem Gehweg an der Limmerstraße und alarmierten den Notruf. T. starb noch in derselben Nacht im Krankenhaus. .

Nach der Befragung des 33 Jahre alten Mieters der Wohnung, der als Hauptverdächtiger gilt und seit vergangenem Donnerstag in Untersuchungshaft sitzt, gehen die Ermittler davon aus, dass das später Opfer den Streit begonnen hatte. „Nach unseren Erkenntnissen war das Opfer der Rädelsführer der Gruppe, die in die Wohnung kam“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Zunächst hätten die zehn jungen Männer an der Tür geklingelt, nachdem ihnen die Tür geöffnet wurde seien aber nur T. und drei andere in das Mehrfamilienhaus gegangen. Dort entfesselte sich daraufhin ein Streit, der kurz darauf eskalierte. Der 33-jährige Mieter sei daraufhin in die Küche gegangen, habe ein Messer geholt und T. damit die Wunden zugefügt, an denen er später starb.

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Ein offenbar mit einem Messer verletzter Mann ist auf der Limmerstraße in Linden-Nord zusammengebrochen und später im Krankenhaus gestorben.

„Worum es genau ging, können wir noch nicht abschließend sagen“, sagt Klinge. „Es könnte um Schulden gegangen sein, die das spätere Opfer eintreiben wollte, aber auch ein Raubüberfall auf den 33-Jährigen und seinen Bruder ist denkbar.“ Ein weiterer sehr wahrscheinlicher Grund für die Auseinandersetzung seien auch Drogengeschäfte. Nicht nur das rege Kommen und gehen in dem Haus in der Stärkestraße deute daraufhin. Nach der Tat am Dienstagabend fanden die Ermittler in unmittelbarer Umgebung des Hauses Rauschgift. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Drogen zuvor noch in der Wohnung befanden, einer der Beteiligten sie nach der Tat aber mit nahm, um sie auf der Straße wegzuwerfen“, sagt Klinge.

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