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Aus der Stadt Offroad durch die Türkei
Hannover Aus der Stadt Offroad durch die Türkei
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16:33 06.05.2013
Ein Team aus der Schweiz hat riesige Hörner aus Schaumstoff auf die Autodächer montiert.
Hannover

Diese Rallye ist nur für Autofahrjunkies geeignet. Unsere heutige Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 24 Stundenkilometer - offroad. Die 124er Mercedes haben sich die Ölwannen abgerissen, 5er Tourings kommen ohne hintere Stosstange zum Nachtlager, an einem Passat riss der Benzintank auf, auch mehrere Totalausfälle gab es. Einzelne Teilnehmer sind schon von Istanbul aus zurück geflogen.

In Istanbul ging es mit der Bosporus-Fähre nach Asien und über Ankara nach Yozgat, Bogazkale, Corum, Merzifon nach Amasya. Jeden Tag zehn bis zwölf Stunden im Auto mit Navigation und Teamkoordination - das ist vielen Teilnehmern zu viel. In einigen Teams gibt es Unstimmigkeiten und Streit. Vom Auto ins Zelt, Duschen gibt es nicht, dafür Plumpsklos. Und überall treffen wir auf eine irre Gastfreundschaft. In Ankara übernachteten wir auf dem Uni Campus im Zelt beziehungsweise im Auto.

Stephan Moeller startet bei der „Allgäu-Orient"-Rallye, einem Rennen nach Jordanien mit ungewöhnlichen Regeln und einem Kamel als Hauptpreis. Eindrücke von einer außergewöhnlichen Reise.

Doch unsere Offroadfahrzeuge ballerrn an allen vorbei. Mit einem Team aus der Schweiz liefern wir uns Schlamm- und Staubschlachten. Die Schweizer tragen riesige Hörner aus Schaumstoff auf den Autodächern - da ist selbst unser Michelin-Männchen beindruckt. Wo wir vorbei kommen lösen wir Begeisterung aus. Im anatolischen Yozgat hat uns ein Parkwächter die Parkgebühr für drei Fahrzeuge im Tausch gegen einen Michelin Mann erlassen.

Auch das Medieninteresse in der Türkei ist riesig. CNN Türk hat Aufkleber an alle Teams verteilt. Türkische Minister starteten die Etappe von Istanbul nach Ankara, Bürgermeister von Provinzen oder kleinerer Orte wollen ihre Rathäuser vorzeigen und laden uns zum typischen türkischen Chai ein.

Beim gemeinsamen Fototermin auf dem alten Continental-Gelände präsentierten sich die Teilnehmer der Rallye „Allgäu-Orient“. Der Sieger der dreieinhalbwöchigen Rallye, die am 27. April startet, gewinnt ein Kamel, welches traditionell an eine bedürftige Familie in Jordanien gespendet wird.

Morgen steht uns laut Roadbook eine Extremetappe bevor - es wird empfohlen, um 7 Uhr los zu fahren, um Abends am nächsten Treffpunkt zu sein. Es geht nach Ordu am Schwarzen Meer - aber wieder offroad.

Team 36 mit Paul Pape und Nico Krüger treffen wir immer wieder - Abends schmeißen wir unsere Vorräte zusammen und zaubern verwegene Speisen auf dem Gaskocher. Und noch immer haben wir ein paar Dosen Bier aus Hannover gerettet. Wir stossen auf Hannover und die freundliche Unterstützung der Brauerei an - leere Dosen werden kunstvoll an den Kühlergrills, Dachboxen und Motorhauben befestigt. Styling und Outfit sind alles.

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