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Aus der Stadt Oktoberfest Hannover gibt sich weiß-blau
Hannover Aus der Stadt Oktoberfest Hannover gibt sich weiß-blau
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06:15 29.09.2012
Anna Pinkusova (links) und Renate Gewers wollen ab Freitag die Besucher beim Oktoberfest in Hannover begrüßen. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Rote Heide, goldgelbe Strohballen und Maiskolben, grüne Hopfenranken und jede Menge blauweiße Fahnen und Wimpel: So ländlich, naturnah und traditionell hat sich das Oktoberfest Hannover noch nie gegeben. Am Freitag Abend um 18 Uhr wird es auf dem Schützenplatz eröffnet.

Die Veranstalter versprechen eine Gaudi, die den Vergleich mit dem großen Bruder in München nicht scheuen muss. „Wir können da ganz selbstbewusst sein“, sagte Arthur Armbrecht von der Arbeitsgemeinschaft Volksfeste bei der gestrigen Präsentation des Programms, „wir sind immerhin das zweitgrößte Oktoberfest in Deutschland.“

Den Vergleich zur Wiesn in München nehmen Armbrecht und sein Kollege Klaus Wilhelm mit Humor. „Klar suchen wir die Konkurrenz zu den Bayern - aber mit Augenzwinkern“, sagt Wilhelm, „unser Fest wird weiß-blau mit vielen roten Akzenten.“ Vor allem aber sollen die Tradition und das Ursprüngliche der Volksfeste, ob bayrisch oder niedersächsisch, in diesem Jahr in den Fokus rücken. „Die Volksfestkultur ist etwas besonderes, das es so außerhalb Deutschlands gar nicht gibt“, betont Wilhelm, „darauf sollten wir stolz sein.“

Weißwürste, Radi, Wurstsalat und Brezeln stehen vom 28. September bis 14. Oktober kulinarisch im Mittelpunkt, Frauen in Schaumburger Festtagstrachten werden über den Platz bummeln. In den beiden Festzelten auf dem Platz wird es  jeden Abend von etwa 19 Uhr an Volksmusik live geben. Ein Dirndl-Wettbewerb rundet das Programm ab.

„Wir wollen ein Fest der Gemütlichkeit“, sagt Armbrecht, „es soll nicht knallig, sondern stimmungsvoll werden.“ Das spiegelt sich auch in den 19 Fahrgeschäften wieder. Es gibt neben dem Riesenrad, Autoskooter und der klassischen Bayrischen Riesenrutsche auch eine einhundert Jahre alte hölzerne Rutsche namens „Toboggan“, auf der es rasant spiralförmig abwärts geht. Der Nervenkitzel kommt aber ebenfalls nicht zu kurz. Die Palette reicht vom 55 Meter hohen Boostermax mit Umdrehungen von mehr als 100 Stundenkilometern über Wildwasser- und Geisterbahn bis hin zu Fahrgeschäften mit so schnittigen Namen wie Rock-and-Roll-Coaster, Break-Dancer und Hip-Hop-Fly.

1,2 Millionen Besucher erwarten die Veranstalter. Das sind rund 30 bis 40 Prozent mehr als in den vergangenen Jahren. „Das ist jedenfalls das, was wir uns von unserem neuen Konzept erhoffen“, sagt Armbrecht und räumt ein, dass es noch einige Jahre dauern wird, das hochgesteckte Ziel zu erreichen.

Weinzelt

Außer den beiden großen Festzelten, in der das Bier literweise fließen wird (die Maß kostet rund sieben Euro), lädt erstmals ein Weinzelt die Besucher zum geselligen Beisammensein ein. Hier gibt es eine große Auswahl an deutschen Weinen zu „fairen“ Preisen, so das Versprechen der Veranstalter. Vor dem blumengeschmückten Zelt wird täglich ein Ochse gebraten.

Festbier

Die Privatbrauerei Herrenhausen hat für das Oktoberfest 2012 erstmals ein neues Fassbier gebraut. „Das Hannoversche Festbier“ wird es nur auf dem Oktoberfest geben. „Es schmeckt mild und süffig“, sagt Geschäftsführer Christian Schulz-Hausbrandt.

Gottesdienst

Am 7. Oktober gibt es von 11.30 Uhr an in der Festhalle Marris einen ökumenischen Erntedankgottesdienst mit Landessuperintendantin Ingrid Spieckermann und Probst Martin Tenge. Besonderheit: Es wird ein Schaustellerkind getauft, das während des Frühlingsfestes geboren wurde.

Wiesn

Blau-weiß für München, rot-weiß für Hannover: Der augenzwinkernde Wettstreit der beiden Städte in Sachen Oktoberfest spiegelt sich auch in den abendlichen Feuerwerken unter dem Motto „ Oktoberfest trifft Wiesn“ wieder. Am Freitag zur Eröffnung sowie am 5. und am 12. Oktober steigen gegen 21. 45 Uhr die Feuerwerkskörper, Kreisel-, Wirbeleffekte und Kometenschweife in den Himmel.

  • Termin: 28. September bis 14. Oktober 2012.
  • Öffnungszeiten: Am Eröffnungstag: 16 bis 24 Uhr. An allen übrigen Tagen: sonntags bis donnerstags 14 bis 21 Uhr, freitags, samstags und vor Feiertagen 13 bis 24 Uhr.
  • Kostenlose Parkplätze auf dem Schützenplatz.
  • Mittwochs ist Familientag mit 50 Prozent Rabatt in allen Fahrgeschäften, 20 Prozent an allen anderen Buden.

Julia Pennigsdorf

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