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Aus der Stadt 9367 Unterstützer unterschreiben für Béi Chéz Heinz
Hannover Aus der Stadt 9367 Unterstützer unterschreiben für Béi Chéz Heinz
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00:16 05.01.2018
„Heinz muss bleiben“. Geschäftsführer Jürgen Grambeck kämpft für seinen Club.
„Heinz muss bleiben“. Geschäftsführer Jürgen Grambeck kämpft für seinen Club. Quelle: Villegas
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Hannover

 Die Betreiber des Musikclubs Béi Chéz Heinz sind hartnäckig: In einer Online-Petition haben sie 9367 Unterschriften für den Verbleib auf dem Fössebad-Gelände gesammelt. „Die überreichen wir dem Oberbürgermeister“, kündigt Heinz-Geschäftsführer Jürgen Grambeck an. Er bedauert, dass von 65 Ratsmitgliedern nur fünf die Petition unterzeichnet hätten. Das Team will, dass die Stadt Hannover ihre Pläne aufgibt, das alte Bad abzureißen – in dessen Keller ist der Club zu finden.     

Bisher planten die Betreiber, Keller und Erdgeschoss des Bades zum Kulturzentrum umzubauen. Nun überlegen sie, den gesamten Altbau zum „Haus der Musik“ zu machen, mit Räumen für Bands und Musikschüler. Bis zu 2,2 Millionen Euro würde dies nach ersten Berechnungen kosten. Immerhin könnte die Stadt 600.000 Euro für den Abriss sparen, sagt Grambeck mit Blick auf eine mögliche Finanzierung. Zudem kalkuliert das Team mit Mieten künftiger Nutzer und Hilfe anderer potenzieller Unterstützer.  

In der Ratspolitik wird die Idee als wenig realistisch eingeschätzt. Denn auch in den maroden Altbau müsste viel Geld investiert werden, etwa für Brandschutz. Die Stadt plant daher den Komplettabriss und will dem Club bei der Suche nach neuen Räumen helfen. 2021 soll das neue Fössebad fertig sein. So lange kann das Chéz Heinz bleiben.

Von Juliane Kaune