Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Opernball will ins Reich der Träume
Hannover Aus der Stadt Opernball will ins Reich der Träume
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:43 06.11.2015
Von Simon Benne
„Träume begleiten uns alle“: Intendant Michael Klügl mit „Frau Luna“ (l.) präsentierte gestern 
das Programm des Balls und posierte dafür auf der Terrasse vor dem Laves-Foyer.
„Träume begleiten uns alle“: Intendant Michael Klügl mit „Frau Luna“ (l.) präsentierte gestern das Programm des Balls und posierte dafür auf der Terrasse vor dem Laves-Foyer. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
Anzeige
Hannover

Wenn man so lange in Linz gelebt hat wie er, darf man so etwas wohl sagen. „Hannovers Opernball ist der demokratischste Opernball der Republik - einschließlich Österreich“, findet Michael Klügl. Und mehr noch: „Wir haben den konkurrenzlos besten Ball im Norden.“

Wenn es um den Opernball geht, fällt es Hannovers Opernintendant nicht schwer, Werbung in eigener Sache zu machen. Wie Klügl am Fritag bekannt gab, wird der Opernball, der am 26. und 27. Februar über die Bühne geht, in dieser Saison unter dem Motto „Wie im Traum“ stehen. Und Tickets gibt es - als „Flanierkarte“ ohne festen Sitzplatz für Besucher bis 29 Jahre - schon ab 45 Euro. So demokratisch (und so preiswert) geht’s in Wien beim Opernball nicht zu.

Das Programm setzt dabei auf Bewährtes und Neues: So spielt das Staatsorchester, und auf der Hauptbühne wird erneut die Thilo Wolf Big Band für Tanzmusik sorgen. Als „Mitternachts-Highlight“ gibt es Filmmusik von „Quattrocelli“, und die israelische Sandkünstlerin Ilana Yahav wird Gemälde aus Sand erschaffen. Nach Mitternacht präsentiert „Night Support & Friends“ um Dirk Jecht und Sängerin Denisa Hits von Amy Winehouse und Gloria Gaynor. Und im Marschner-Saal setzt das Ensemble Jazzwa mit Musikern aus Serbien und Bosnien auf kraftvolle Beats.

„Träume sind schwer greifbar - und doch begleiten sie uns alle“, sagt Bühnenbildnerin Anja Lütgens, die den Opernball zum vierten Mal gestaltet: Sie will dafür fantasievolle Landschaften wie ein Schlummerland im Eingangsbereich kreieren; die Hauptbühne wird zum Schloss der Träume, Seitenbühnen zum Wunderland und zum Traumwald.

Der Opernball, seit 1987 regelmäßig veranstaltet, hat zuletzt an zwei Abenden jeweils 2200 Besucher angelockt. Klügel lobte das Engagement von Sponsoren wie den Firmen Klingenberg und Audi, ansonsten äußerte er sich zur Finanzierung des Events nur zurückhaltend: „Wenn es kein Gewinn für die Oper wäre, würden wir es nicht machen.“ Als Unterstützer wirbt Klaus ­Goehrmann bei Firmen dafür, sich am Opernball zu beteiligen: „Für Geld auf der Bank kriegt ihr im Moment sowieso nichts.“

Die Highlights in Hannovers Ballsaison

Ball des Sports: 5. Februar im Kuppelsaal des HCC. Junioren-Galaball der Tanzschule Bothe: 13. Februar im Kuppelsaal des HCC.? Opernball: 26. und 27. Februar – mit einem kostenlosen Kurztanzkurs (Schwerpunkt: Wiener Walzer) für Besucher am 21. Februar im Tanzhaus (Podbielskistraße 299b). Die Anmeldung ist mit der Ballkarte möglich.

Mehr unter www.staatstheater-hannover.de

Tobias Morchner 09.11.2015
Aus der Stadt Hardy Krüger in Hannover - „Er muss wirklich stark sein“
Uwe Janssen 09.11.2015