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Aus der Stadt Opfer sagt gegen Bundespolizisten aus
Hannover Aus der Stadt Opfer sagt gegen Bundespolizisten aus
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00:16 18.06.2015
Von Jörn Kießler
Foto: Misshandlung in der Polizeiwache am Hauptbahnhof? Die Aussage des Opfers bestätigt den Verdacht gegen den Bundespolizisten.
Misshandlung in der Polizeiwache am Hauptbahnhof? Die Aussage des Opfers bestätigt den Verdacht gegen den Bundespolizisten. Quelle: Rainer Dröse
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Nähere Angaben zu der Aussage des 19-Jährigen wollte Klinge aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. "Zudem muss dem Verteidiger des Beschuldigten die Aussage erst vorliegen", so der Behördensprecher.

Torsten S. wird vorgeworfen, am 25. September vergangenen Jahres den jungen Mann aus Marokko in einer Zelle der Bundespolizeiinspektion am Hauptbahnhof mit Handschellen gefesselt zu haben. Anschließend soll sich der Bundespolizist über den Kurznachrichtendienst WhatsApp bei Kollegen damit gebrüstet haben, dass er den Marokkaner gezwungen hatte, verdorbenes Schweinemett zu essen. Die beiden Polizisten, die am 7. Mai gegen ihren Kollegen Anzeige erstatteten, lieferten den Ermittlern zudem ein Foto von der Tat. Darauf ist offenbar der Marokkaner zu sehen, wie er gefesselt, mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden der Gewahrsamszelle liegt.

Das soll aber nicht die erste Tat des Polizeiobermeisters gewesen sein. Die Staatsanawaltschaft ermittelt wegen einer zweiten Misshandlung gegen den 39-Jährigen. Im März 2014 soll er bereits einen ebenfalls 19 Jahre alten Afghanen in der Wache geschlagen und an den Fußfesseln duch die Zelle geschleift haben. Nach diesem Opfer suchen die Ermittler noch immer.

jki

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