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Aus der Stadt Gut versorgt in der letzten Lebensphase
Hannover Aus der Stadt Gut versorgt in der letzten Lebensphase
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07:09 14.07.2014
Das letzte Zuhause: Im Uhlhorn-Hospiz darf der Hund sogar mit ins Bett.
Hannover

„Als wir vor fast 20 Jahren unseren ambulanten Pflege- und Palliativdienst gründeten, gab es noch nicht einmal Medikamentenpumpen für den ambulanten Bereich“, erzählt Anke Reichwald, Leiterin des Palliativzentrums des Friederikenstifts. Erst 2004 wurden – nach langer Vorarbeit – in dem Diakoniekrankenhaus vier Betten für 
 Palliativpatienten eingerichtet. Inzwischen verfügt die Klinik über ein dichtes Hilfenetzwerk für Schwerstkranke in der letzten Lebensphase. Heute blicken die Akteure währendeiner Festveranstaltung zurück auf 20 Jahre Palliativarbeit. Den Festvortrag „Am Ende des Lebens und doch mittendrin“ hält die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann.

Es sind vor allem Patienten mit Tumor- und neurologischen Erkrankungen, die im Palliativnetzwerk Hilfe in der letzten Lebensphase erhalten. Noch vor 20 Jahren verstarben viele von ihnen in Krankenhäusern, dank der Palliativ- und Hospizbewegung kann ein Großteil heute bis zum Schluss zu Hause versorgt werden. 220 bis 250 Patienten und ihre Angehörigen werden täglich durch die rund 
70 Mitarbeiter des ambulanten Pflege- und Palliativdienstes versorgt und unterstützt. Auf der Palliativstation mit inzwischen acht Betten werden Patienten, die an Schmerzen, Übelkeit, Luftnot oder Unruhe leiden, medikamentös und psychisch stabilisiert, damit sie, sofern möglich, zu Hause weitergepflegt werden können.

Seit 2000 gehört das Uhlhorn-Hospiz mit acht Betten zum Palliativzentrum dazu. Ein ambulanter Palliativdienst, zu dem auch rund 20 niedergelassene Ärzte zählen, berät Patienten und Angehörige rund um die Uhr und bietet Hilfestellung in Krisensituationen an. Er sorgt gleichzeitig für einen lückenlosen Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung – und umgekehrt. Darüber hinaus veranstaltet das Netzwerk zweimal jährlich eine bundesweite Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Pflegende.

„Gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten, Selbsthilfegruppen, Pflegediensten, den insgesamt drei Palliativstationen und drei Hospizen ist in Hannover ein dichtes Netz zur Hilfe Schwerstkranker entstanden“, bilanziert Anke Reichwald. Seit 2003 treffen sich alle in der Palliativversorgung und Hospizarbeit tätigen Akteure in der Region Hannover bei einem von Hannovers Sozialdezernenten Thomas Walter moderierten Runden Tisch. „Weiße Flecken gibt es noch bei vielen Alten- und Pflegeheimen“, sagt Reichwald. Deren Bewohner würden in ihrer letzten Lebensphase noch viel zu oft in Kliniken eingewiesen. „Hier müssen wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Weil Krankenkassen die Unterbringung in Hospizen und auf Palliativstationen nicht zu einhundert Prozent erstatten, sind das Uhlhorn-Hospiz in der Gehägestraße und die Palliativstation des Friederikenstifts auf Spenden angewiesen. Nähere Informationen gibt Anke Reichwald unter Telefon (05 11) 16 60 10.

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