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Aus der Stadt Parkplatznot auf MHH-Gelände
Hannover Aus der Stadt Parkplatznot auf MHH-Gelände
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21:26 06.05.2010
Von Andreas Schinkel
„Ich rate meinen Patienten, eine Stunde früher zu kommen“: Die Parkplatzsuche an der MHH dauert und kostet Nerven. Quelle: Rainer Surrey

Denn viele Patienten hätten sich beschwert, dass sie mit einem kranken Kind im Auto lange über das unübersichtliche Gelände kurvten, um eine freie Nische zu finden. „Ich überlege, mich vielleicht nicht mehr von den Studenten in der Zahnklinik behandeln zu lassen“, sagt ein Patient. Die Parkplatzsuche sei einfach zu nervenaufreibend.

In der Tat hat die Klinik durch diverse Bauarbeiten insgesamt 317 Stellplätze eingebüßt. Zwischen Kinder-, Zahn- und Frauenklinik ist die Not am größten. Denn hier entsteht auf einem ehemaligen Parkplatz ein neues pädiatrisches Forschungszentrum, sodass 200 Stellplätze entfallen.

Nicht nur Patienten und Besucher belastet die Parkplatznot. „Unsere Mitarbeiter kommen oft zu spät, weil sie lange nach einer freien Nische suchen“, sagt Oberarzt Baumann. Zusammen mit den Verspätungen der Patienten bringe das den gesamten Terminplan durcheinander. Einzig der Abschleppdienst profitiert von der Lage. Denn häufig stellen die völlig entnervten Besucher und Mitarbeiter ihre Fahrzeuge in einer Parkverbotszone ab. „Der Abschleppdienst verdient sich bei uns derzeit eine goldene Nase“, sagt Baumann.

Bezirksbürgermeister Georg Fischer (SPD) kennt das Problem schon seit Jahren, aber im Zuge der neuen Bauarbeiten auf dem Campus habe sich die Situation verschärft. Inzwischen suchen Patienten und MHH-Mitarbeiter sogar auf den Straßen in den angrenzenden Vierteln nach Stellflächen. „Dadurch beschweren sich jetzt die Anwohner, dass sie ebenfalls keine Parkplätze finden“, berichtet CDU-Bezirksratsherr Maximilian Oppelt.

Die Klinikleitung erkennt mittlerweile den Ernst der Lage und versucht gegenzusteuern. 150 Parkplätze habe man angemietet sowie Grünflächen in Parkraum umgewidmet und dadurch weitere 50 Plätze gewonnen. Die Hoffnungen ruhen auf einem Behelfsparkplatz, der zum 1. Juli auf einer Brache an der Gehard-Lossin-Straße eingerichtet wird. 450 Autos sollen darauf Platz finden, doch steht die Fläche dann nur Studierenden und dem Klinikpersonal zur Verfügung. Zudem will man mehr Mitarbeiter für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln begeistern. „Dazu haben wir kürzlich einen Vertrag mit der Üstra für ein vergünstigtes Jahresabo abgeschlossen“, sagt Frank Dressler vom Personalrat der MHH. Langfristig soll das ehemalige Schwesternwohnheim an der Misburger Straße abgerissen werden, um an seiner Stelle Parkhäuser zu errichten.

Kurios ist, dass das Parkdeck der Klinik selbst in besucherstarken Zeiten nur zu 90 Prozent belegt ist. „Die freien Plätze werden wohl nicht gesehen“, sagt Dressler.

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