Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Pegida sagt Kundgebung in Hannover ab
Hannover Aus der Stadt Pegida sagt Kundgebung in Hannover ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 08.03.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Grund für die Absage ist eine bevorstehende Kundgebung des braunschweiger Ablegers „Bragida“, die die Islamgegner aus Hannover unterstützen wollen.
Grund für die Absage ist eine bevorstehende Kundgebung des braunschweiger Ablegers „Bragida“, die die Islamgegner aus Hannover unterstützen wollen.
Anzeige
Hannover

Die Geschäftsleute in der Innenstadt können vorerst aufatmen. Die Organisatoren der islamfeindlichen Pegida-Hannover Bewegung haben ihre für Montag geplante Kundgebung auf dem Opernplatz kurzfristig abgesagt. Offiziell war der Polizei als zuständiger Versammlungsbehörde die Entscheidung bis zum Sonntagnachmittag noch nicht mitgeteilt worden.

Doch im Internet wurden die hannoverschen Pegida-Sympatisanten bereits am Sonntagmorgen über den Ausfall des Treffens informiert. Alle Anhänger der islamkritischen Bewegung werden jetzt dazu aufgerufen, Montagabend nach Braunschweig zu fahren, um sich dort an einer ähnlichen Veranstaltung zu beteiligen.

Polizei trotz Absage am Opernplatz präsent

Gleichzeitig kündigen die hannoverschen Pegida-Organisatoren an, am kommenden Montag zu einer Demo auf den Opernplatz einladen zu wollen. Einen detaillierten Zeitplan wollen die Macher in den kommenden Tagen via Internet veröffentlichen. Trotz der Absage wird die Polizei mit einigen Beamten am Abend am Opernplatz und in der übrigen Innenstadt präsent sein. Zum einen ist nicht auszuschließen, dass die Absage nicht alle Pegida-Anhänger erreicht.

Zum anderen plant die deutsch-israelische Gesellschaft am Abend einen Spaziergang durch die City. Mit der Aktion, bei der alle Teilnehmer aufgefordert werden, ihre Kippa zu tragen, wollen die Veranstalter ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Hannover bekunden.

Ende Februar hatte ein Video aus Paris weltweit für Furore gesorgt. Der Jude Zvika Klein war mit Kippa auf dem Kopf und versteckter Kamera zehn Stunden lang durch die Stadt gelaufen und auf diese Weise antisemitische Äußerungen, die ihm nur aufgrund seiner Kopfbedeckung entgegenschlugen, dokumentiert.