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Aus der Stadt Peta legt nach Einstellung der Ermittlungen Beschwerde ein
Hannover Aus der Stadt Peta legt nach Einstellung der Ermittlungen Beschwerde ein
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19:38 22.08.2017
Von Bernd Haase
Peta-Aktivisten hatten gegen den Zoo demonstriert. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Drei Stunden nach Bekanntgabe des Bescheides der Staatsanwaltschaft hat die Tierrechtsorganisation Peta Beschwerde dagegen eingelegt. Sie interpretiert die Gutachten als Beleg für ihre These der Tierquälerei und hält, wie sie schon früher mitteilte, die eingeschalteten Gutachter ohnehin für befangen. Dass die Vorgänge im Elefantengehege legal und strafrechtlich nicht relevant sein sollen, sei unbegreiflich, teilt Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei Peta, in einer Stellungnahme mit.

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte den Zoo im April angezeigt und den Einsatz sogenannter Elefantenhaken gegen die Tiere kritisiert. In einem vom ARD-Magazin „Report Mainz“ ausgestrahlten TV-Beitrag erhob die Organisation schwere Vorwürfe gegen den Zoo und untermauerte diese mit heimlich im Elefantengehege aufgenommenen Videosequenzen. Die Aufnahmen waren im Herbst entstanden. Zwischenzeitlich hatte Peta vor allem in den sozialen Medien eine noch laufende Kampagne gegen den Zoo gefahren und zum Boykott aufgerufen.   

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Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. 

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte nun am Dienstagvormittag mitgeteilt, dass man das Ermittlungsverfahren gegen den Zoo Hannover wegen der mutmaßlichen Misshandlung von Elefanten eingestellt habe.

Die Tierschutzorganisation gibt dennoch nicht auf: „Das Verfahren hat wieder einmal erwiesen, dass die staatlichen Kontrollmechanismen zum Schutz der Tiere nicht funktionieren“, sagt Haferbeck. Die Formulierung „Legale Tierquälerei“ steht gleich am Anfang der Stellungnahme, ist allerdings mit einem Fragezeichen versehen.

se/ewo

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