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Aus der Stadt Peter Maffay erhält Leibniz-Ring 2015
Hannover Aus der Stadt Peter Maffay erhält Leibniz-Ring 2015
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00:15 12.02.2015
Von Uwe Janssen
Peter Maffay. Quelle: dpa
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Hannover

Peter Maffay ist gern in Hannover. Dienstagabend zum Beispiel will der Deutschrocker in der vollen Tui-Arena die Songs seines jüngsten Albums „Wenn das so ist“ vorstellen – und die alten Hits spielen, an denen es ihm wahrlich nicht mangelt. Der letzte Hannover-Auftritt des Musikers wird es in diesem Jahr nicht sein. Denn am Montag ist noch ein Termin dazugekommen, allerdings kein musikalischer: Maffay erhält den Leibnizring 2015 der Stadt Hannover.

Der Leibnizring, in diesem Jahr zum 18. Mal verliehen und mit 15 000 Euro dotiert, ist kein ausdrücklicher, aber zumindest ein gefühlter Lebenswerk-Preis, und an der Begründung des Preiskuratoriums lässt sich erkennen, dass die Juroren gar nicht wussten, was sie in Maffays Schaffenspalette zuerst würdigen sollten. Maffay habe als Sänger, Komponist und Produzent internationale Musikgeschichte geschrieben, heißt es da beispielsweise, er habe in internationalen Musikprojekten mit befreundeten Künstlern immer wieder für Toleranz und Verständigung geworben und sich trotz seines Erfolges immer auch seiner persönlichen Wurzeln erinnert.

Nicht zuletzt würdigt das Leibnizring-Kuratorium das sozialen Einsatz des 65-Jährigen, der sich in seinen Stiftungen seit Jahren für traumatisierte Jugendliche einsetze. „Peter Maffay versteht es in allen seiner sozialen Engagements, benachteiligten Menschen in unserem Land eine Stimme zu geben.“ Seine ehrliche und bescheidene Art machten ihn mit seiner disziplinierten Arbeitsweise zu einer einzigartigen Persönlichkeit und einem Vorbild für gelebte gesellschaftliche Verantwortung.“
In der Tat gehört der 1949 im rumänischen Siebenbürgen als Peter Alexander Makkay geborene Maffay zu den rührigsten und fleißigsten deutschen Künstlern. Knapp 40 Studioalben und nochmal fast zwei Dutzend Liveveröffentlichungen hat er zwischen 1970 und heute auf den Markt und an den Fan gebracht. Seine Karriere verlief in mehreren Schüben. Nach der Schlagerphase widmete er sich der Countrymusik, etablierte den Kinderliebling Tabaluga, förderte weniger bekannte, aber exzellente Kollegen in seinem Weltmusikprojekt „Begegnungen“ und macht bis heute Deutschrock.

Maffay ist nach Filmregisseur Sönke Wortmann im Jahr 2006 und dem Thomanerchor wieder mal ein Künstler, der den Leibnizring (2012) erhält. Die letzten Preisträger waren die langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (2014) und Neurochirurg Madjid Samii (2013). 2011 nahm Teresa Enke den Preis als Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung entgegen, der neben dem Preisgeld auch einen Ring umfasst, der auch ein Sieger ist – in einem bundesweiten Wettbewerb der Goldschmiede.
Verliehen wird er erst im Herbst. Heute in der Tui-Arena (Restkarten an der Abendkasse) muss Maffay noch ohne Ring spielen. Aber vermutlich gut gelaunt. Wie man hört, heißt der erste Song „Niemals war es besser“.

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