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Aus der Stadt Leibniz Uni startet Schülerlabor
Hannover Aus der Stadt Leibniz Uni startet Schülerlabor
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00:17 21.01.2018
Angewandte Physik: Student Moritz Waitzmann (l.), foeXlab-Initiator Rüdiger Scholz und Studentin Viktoria Lechner bei der Eröffnung des neuen Schülerlabors in der Leibniz Universität. Quelle: Heidrich
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Hannover

 Unsere High-Tech-Welt haben wir der Quantenphysik zu verdanken. Trotzdem erfährt dieses wissenschaftliche Feld wenig Beachtung – gerade bei Jugendlichen. Die Leibniz Universität Hannover will dies mit einem neuen Projekt ändern. Im nun offiziell eröffneten SchülerlaborfoeXlab“ sollen Oberstufenschüler selbstständig und fast wie in der Wissenschaft quantenphysikalische Experimente durchführen. Hilfe bekommen sie von einem Team aus acht angehenden Physikern. 

„Ich freue mich, den Schülern mein Wissenschaftsgebiet zu zeigen und ihnen, vor allem Schülerinnen, Physik näherzubringen“, sagt Studentin Viktoria Lechner. Sie durfte schon Klassen in der Pilotphase des Projekts betreuen. „Die Herausforderung ist immer, die komplizierten Vorgänge herunterzubrechen, dass alle sie verstehen“, sagt sie. Was in der Schule nur theoretisch gelernt werden kann, wird im „foeXlab“ unter echten wissenschaftlichen Bedingungen erlebbar gemacht. 

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Das gilt zum Beispiel für den Mach-Zehnder-Interferometer, das Interferenzmuster – also eine Überlagerung von Lichtwellen – zeigt. Hier müssen die Schüler zehn Bauteile zusammenfügen, vom Laser zum Strahlenteiler. „Die Idee ist den Oberstufenschülern zu zeigen, wie wir in der Uni arbeiten und, dass es auch Spaß machen kann“, sagt Lechner

„Wir haben das Projekt lange vorbereitet und in der Pilotphase positive Resonanzen von den Kooperationsschulen, wie die Helene-Lange-Schule, bekommen“, sagt Projektinitiator Rüdiger Scholz vom Institut für Quantenphysik. Professorin Elfriede Billmann-Mahecha, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, sieht in dem Projekt Chancen für die Zukunft: „Wir brauchen Nachwuchskräfte für den Industriestandort Deutschland.“ Das Schülerlabor biete eine hervorragende Möglichkeit junge Menschen für das Fach zu begeistern und zum Studium zu ermutigen. 

Die ersten Klassen haben sich bereits angemeldet. „Wir können jetzt starten“, sagt Scholz

 

Von Andrea Brack Peña