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Aus der Stadt Pilotenfehler führte zum Heli-Absturz
Hannover Aus der Stadt Pilotenfehler führte zum Heli-Absturz
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13:12 11.02.2010
Von Tobias Morchner
Der Hubschrauber wurde völlig zerstört, die Insassen wurden zum Glück nur leicht verletzt.
Der Hubschrauber wurde völlig zerstört, die Insassen zum Glück nur leicht verletzt. Quelle: Christina Elsner
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Nach dem Absturz des Polizeihubschraubers „Phoenix 94“ hat die Polizei die drei Insassen der Maschine vernommen. Die Ermittler vermuten nun, dass das Unglück auf einen Fehler des Piloten zurückzuführen ist. Die genauen Umstände werden derzeit noch von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig geklärt.

Die Polizei hatte bereits eine Woche nach dem Absturz „pro forma“ ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Luftverkehrs gegen den 44-jährigen Piloten eingeleitet. Das Unglück ereignete sich während eines Übungsflugs. Ein 35-jähriger Beamter der Hubschrauberstaffel der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) ließ sich gerade von dem 44-jährigen Piloten und Fluglehrer ein bodennahes Manöver zeigen, das er anschließend selber fliegen sollte. Dabei berührte der Phoenix plötzlich den Boden. Eine Kufe des Hubschraubers brach ab. Das sieben Millionen teure Fluggerät wurde aufgerissen, die Rotoranlage brach vollständig ab. Die Besatzung konnten sich aus dem Wrack befreien. Die drei Männer erlitten Schnittverletzungen.

Weiterhin ungewiss ist, wann der völlig zerstörte „Phoenix 94“ ersetzt wird. Einen neuen rund sieben Millionen Euro teuren Hubschrauber müsste das Land aus eigener Kasse finanzieren, da Fahrzeuge der Polizei nicht versichert sind. Laut Pflichtversicherungsgesetz ist die öffentliche Hand ein Selbstversicherer bei allen Haftungsschäden.

Conrad von Meding 11.02.2010