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Aus der Stadt Plakataktion gegen Alkoholmissbrauch in Hannover gestartet
Hannover Aus der Stadt Plakataktion gegen Alkoholmissbrauch in Hannover gestartet
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17:55 22.04.2010
Innenminister Uwe Schünemann (CDU) beim Auftakt des Projektes in einem Supermarkt in Hannover. Quelle: Ralf Decker
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Plakataktion gegen Alkoholmissbrauch in Hannover: An Supermarkt- und Tankstellenkassen sowie in niedersächsischen Gaststätten werden in den kommenden Tagen rund 30 000 Plakate und Infoblätter ausliegen, die Teenager auf die Altersgrenzen für den Kauf von Alkoholika aufmerksam machen. Mit dem Plakat „Alter! Zeig’ mal den Ausweis“, das gut sichtbar an Kassen und Tresen befestigt werden soll, möchten die Verbände zugleich an die Eigenverantwortung der Jugendlichen appellieren.

„Den Alkoholmissbrauch einzudämmen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Innenminister Uwe Schünemann am Donnerstag zum Auftakt der Kampagne im Edeka-Center in Wülfel. Es könne nicht angehen, meinte Schünemann, dass bereits 14-Jährige mit 1,2 Promille Alkohol im Blut von der Polizei aufgegriffen werden. „Wir müssen dort ansetzen, wo die Jugendlichen an den Alkohol gelangen“, sagte der Innenminister – also in den Kneipen, Supermärkten und Tankstellen.

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Insgesamt 20 000 Euro geben der Brauereiverband, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Tankstellenverband und der Einzelhandelsverband für ihre Kampagne aus. An den Kassen der Edeka-Kette soll demnächst eine Software installiert werden, die anzeigt, wenn Alkohol durch den Scanner gezogen wird. „Das kann auch eine Schachtel mit Schnapspralinen sein“, sagte Mechthild Möllenkamp, Vorsitzende des Einzelhandelsverbands. Zudem weise das Programm darauf hin, wie alt der Kunde sein muss, um die Ware zu erwerben.

Supermarktkassiererin Sabine Schirrmacher hat schon jetzt kein Problem, sich im Zweifelsfall den Ausweis zeigen zu lassen. „Nur an Wochenenden, wenn die Schlangen vor der Kasse lang werden, fangen die Wartenden manchmal an zu motzen“, erzählt sie. Aber viele Jugendliche seien verständiger geworden und zückten von selbst ihren Ausweis.

Andreas Schinkel

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