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Aus der Stadt Alles fertig für den Einzug
Hannover Aus der Stadt Alles fertig für den Einzug
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21:03 22.09.2014
Von Michael B. Berger
Parlament auf Zeit: Im Georg-von-Cölln-Haus tagt der Landtag bis 2017.
Parlament auf Zeit: Im Georg-von-Cölln-Haus tagt der Landtag bis 2017. Quelle: Behrens
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„Verstehen Sie mich?“, ruft Landtagspräsident Bernd Busemann ins Mikrofon. „Perfekt“, lautet die Antwort aus dem Plenum. Dort saßen am Montag Mitglieder der Landespressekonferenz Probe, ein kleiner Auftakt für die Plenarsitzung am Mittwoch. Dann werden die 137 Volksvertreter zum ersten Mal im Georg-von-Cölln-Haus tagen, das für 2,5 Millionen Euro zum Übergangsparlament umgebaut wurde. „Wenn der Saal hier nur 100 Quadratmeter größer wäre, könnte man hier bleiben“, scherzte Busemann. Tatsächlich müssen sich die Abgeordneten etwas zusammennehmen, denn zwischen den Bänken ist wenig Platz. „Ob die Enge auch dazu führt, dass sich die Kolleginnen und Kollegen auch in den Debatten zusammenreißen, wird man sehen“, sagt Busemann. Ein etwas besserer Debattenstil wäre jedenfalls eine schöne Folge des Provisoriums.

Politik in einer ehemaligen Eisenwarenhandlung: Während des Landtagsumbaus debattieren Niedersachsens Volksvertreter in einem Provisorium. Ein Blick in den Übergangslandtag.

Bis 2017 müssen die Politiker in diesem Übergangsbau arbeiten, dann soll der alte Landtag neben dem Leineschloss komplett modernisiert sein. Knapp 53 Millionen Euro hat die Landtagsverwaltung für die Komplettsanierung des 1962 gebauten Plenarsaales veranschlagt - und die Bauarbeiten gehen munter voran, wie Busemann bei einer Baustellenführung demonstrierte. So werden im Inneren des alten Plenargebäudes gerade die Holzverkleidungen von den Wänden gerissen. Bald soll auch das große, weiße Niedersachsenross aus Gips, das bisher hinter dem Parlamentspräsidenten prankte, ins Georg-von-Cölln-Haus umziehen. Dort wird es im Foyer angebracht.

Draußen ist der gesamte Platz leer geräumt, das Denkmal der „Göttinger Sieben“ wurde versetzt, der Kampfmittelräumdienst hat bereits den Untergrund vor dem Plenarsaal im Umbau sondiert, damit bei den leichten Erdarbeiten keine Überraschungen geschehen. Denn um die denkmalgeschützte Fassade vor dem Zusammenbruch zu bewahren, mussten 45 Eisenpfähle 16 Meter tief in den Untergrund gerammt werden. Diese sollen die Fassade halten, wenn sie innen völlig entkernt wird. „Wir werden uns über die Helligkeit im neuen Plenarsaal noch wundern“, sagt Busemann. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt steht der Einzug ins Georg-von-Cölln-Haus an.

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