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Aus der Stadt Politik sieht Chance für das Steintorviertel
Hannover Aus der Stadt Politik sieht Chance für das Steintorviertel
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12:53 15.11.2011
Von Felix Harbart
Zieht sich aus dem Steintorviertel zurück: Frank Hanebuth vor der "Sansibar". Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Dieses Konzept sollen Polizei und Stadt gemeinsam mit den Betreibern der Bars und Klubs erarbeiten. Ein entsprechender Brief der Grünen sei an den Oberbürgermeister sowie an den Polizeipräsidenten unterwegs.

Auch SPD-Stadtchef Alptekin Kirci erwartet weiterhin eine „enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt“. Der neue Polizei-Vize Thomas Rochell habe zunächst starke Worte gewählt, als er unter anderem davon abriet, im Steintorviertel feiern zu gehen. „Ich hoffe, dass die Polizei den Worten auch weiterhin Taten folgen lässt, um in dem Bereich für Sicherheit zu sorgen“, sagte Kirci. Bedenken angesichts des Rückzugs von Hanebuth äußerte lediglich die Partei „Die Hannoveraner“. Die „Sicherheitslücke“, die Hanebuth möglicherweise hinterlasse, müsse die Polizei nun schließen.

Vonseiten der Stadt hieß es lediglich, für die Sicherheit in den Klubs seien unverändert deren Betreiber verantwortlich. „Darüber hinaus hat die Polizei eine klare Strategie für die Sicherheit im Steintorviertel, die die Stadt voll unterstützt“, sagte Sprecher Andreas Möser.

Bei der Polizei ist man derweil der Ansicht, dass mehr die eigenen Maßnahmen als das Eingreifen Hanebuths die Lage am Steintor in den vergangenen Jahren beruhigt habe. Gegen Ende der neunziger Jahre waren die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen ausländischen Gruppen im Ringen um die Vormacht am Steintor eskaliert. 1997 schickte der damalige Polizeipräsident Hans-Dieter Klosa seine Beamten mit Maschinenpistolen in das Viertel – mit Erfolg, wie die Polizei wenig später befand.