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Aus der Stadt Politik will Bunker unterm Klagesmarkt dokumentieren
Hannover Aus der Stadt Politik will Bunker unterm Klagesmarkt dokumentieren
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00:15 17.04.2013
Von Andreas Schinkel
Der Bunker unter dem Klagesmarkt. Quelle: Ralf Decker
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Hannover

Parteiübergreifend fordern Ratspolitiker die Stadt auf, eine Dokumentation über das Innere des Bunkers zu erstellen. „Das Bauwerk ist schließlich ein Stück Zeitgeschichte“, sagt Wilfried Engelke (FDP), auf dessen Idee die Initiative zurückgeht. Am kommenden Freitag soll der Antrag dem Kulturausschuss vorliegen.

Tatsächlich dürfte das unterirdische Bauwerk aus Stahlbeton während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg nicht wenigen Hannoveranern das Leben gerettet haben. Nach dem Krieg tobten sich Künstler an seinen grauen Wänden aus, zeitweise richtete sich ein Obdachloser in dem Gemäuer ein. Insbesondere die Nachnutzung des Bauwerks solle dokumentiert werden. „Denn hier wird die Rückeroberung der Stadt durch Kunst und Kultur nach den Schrecken des Krieges ablesbar“, sagt Engelke.

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Der stillgelegte Großbunker unter dem Klagesmarkt in Hannover ist düsteres Zeugnis der Kriegsgeschichte. Ein Rundgang unter der Erde, bevor der Bau endgültig verschwunden ist:

Der Bunker muss einer Bebauung des Klagesmarktes mit Wohnhäusern weichen. Den Abriss nimmt die Stadt selbst in die Hand, er kostet nach bisherigen Schätzungen 2,6 Millionen Euro, möglicherweise auch weniger. Nach Ansicht der Ratspolitik könnte eine Broschüre mit vielen Fotos über das Bauwerk entstehen. Denkbar wäre auch eine Ausstellung in der VHS oder im Pavillon, zu der Zeitzeugen geladen werden. Neben der FDP sind SPD, CDU und Piraten dem Vernehmen nach bereits überzeugt von der Dokumentation.asl

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