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Aus der Stadt Politiker kritisieren Stadt Hannover für misslungenes Chorfestival
Hannover Aus der Stadt Politiker kritisieren Stadt Hannover für misslungenes Chorfestival
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07:37 02.11.2010
Von Mathias Klein
Die Orangerie habe sich bei vielen Gelegenheiten bereits als Spielort bewährt, erklärt die Rathaussprecherin.
Die Orangerie habe sich bei vielen Gelegenheiten bereits als Spielort bewährt, erklärt die Rathaussprecherin. Quelle: Martin Steiner
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Nach dem misslungenen Chorfestival in Herrenhausen hat die CDU der Stadtverwaltung nun einen „halbherzigen und dilettantischen Umgang“ mit der Veranstaltung vorgeworfen. „Das regt mich richtig auf“, sagte gestern der kulturpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Friedrich Wilhelm Busse. Ehrenamtliche hätten etwas auf die Beine stellen wollen, aber von der Stadt dafür keine professionelle Unterstützung erhalten, sagte er. „Es ist zum Beispiel blamabel, dass die Stadt nicht in der Lage ist, für die musikalische Begleitung einen Flügel zu besorgen“, sagte Busse. Der Politiker forderte das Kulturdezernat auf, sich mit den Organisatoren der Chöre nun schnellstmöglich an einen Tisch zu setzen.

Kritik, allerdings etwas zurückhaltender, kam auch von der SPD. Deren kulturpolitische Sprecherin Ulrike Bittner-Wolff, bemängelte die schlechte Werbung für die neue Veranstaltung. Sie habe weder Plakate noch Handzettel gesehen. „Das liegt in der Verantwortung der Stadt“, kritisierte sie. Außerdem gebe es offenbar logistische Probleme. Damit meinte Bittner-Wolff die kurzfristige Verlegung der Konzerte vom Galeriegebäude mit exzellenter Konzertakustik in die schlichtere Orangerie – weil in der Galerie am Mittwoch eine andere Veranstaltung stattfindet. „Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass lange geplante Veranstaltungen auch durchgeführt werden können“, sagte sie. Sie hofft, dass so etwas nicht noch einmal vorkomme.

Die Stadtverwaltung will mit dem Chorverband über weitere Konzerte nachdenken, sagte Rathaussprecherin Ulrike Serbent-Kniep. Dazu ermutige auch das gelungene Konzert am Sonntagabend. Die Kritik an schlechter Werbung wies die Sprecherin zurück. Unter anderem seien insgesamt 30.000 Handzettel gedruckt worden. Die Orangerie habe sich bei vielen Gelegenheiten bereits als Spielort bewährt und werde akustisch immer an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst.