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Aus der Stadt Die Bilanz: 42 Festnahmen und 34 Verletzte
Hannover Aus der Stadt Die Bilanz: 42 Festnahmen und 34 Verletzte
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00:16 30.01.2015
Von Tobias Morchner
Einsatzkräfte halten Hagida-Gegner davon ab, zum Opernplatz zu gelangen.
Einsatzkräfte halten Hagida-Gegner davon ab, zum Opernplatz zu gelangen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Notwendig waren dafür eine starke Präsenz der Einsatzkräfte in den Einkaufsstraßen, ein vollkommen abgeriegelter Opernplatz und zum Teil erhebliche Einschränkungen für Geschäfte und deren Kunden. Die Polizei hatte die Zahl der Einsatzkräfte gegenüber dem ersten Hagida-Treffen verdoppelt, nannte aber keine exakten Zahlen.

60 Neonazis und Hooligans unter Hagida-Demonstranten

240 Hagida-Anhänger hatten sich, nach Angaben der Polizei auf dem Opernplatz eingefunden. Unter ihnen waren 60 gewaltbereite Neonazis und Hooligans. Spontan versammelten sich rund 700 Gegendemonstranten an der Ecke Georgstraße/Ständehausstraße, unter ihnen gewaltbereite Linksautonome. Sie versuchten, die Teilnehmer der Hagida-Demo am Zutritt zum Opernplatz zu hindern. Immer wieder musste die Polizei die Anti-Hagida-Demonstranten zurückdrängen, um den Zugang zum Opernplatz zu ermöglichen. Ein Gegendemonstrant wurde dabei festgenommen. Später trafen Hagida-Anhänger und deren Gegner am Platz der Weltausstellung erneut aufeinander.

2000 Gegendemonstranten

Die Zahl der Gegendemonstranten wuchs dabei auf etwa 2000 an. Unter ihnen befanden sich nach Polizeiangaben 40 gewaltbereite Linksautonome. Als der Hagida-Protest sein Ziel erreicht hatte, flogen Flaschen, Böller, Rauchbomben, Tomaten und Eier aus der Gruppe der Gegendemonstranten auf die Islamfeinde. Die Polizei nahm 22 Linke und 20 Hagida-Anhänger fest – unter anderem wegen des Verstößen gegen Sprengstoffgesetz und Vermummungsverbot. Die Polizei ist mit dem Verlauf des Abend durchaus zufrieden. „Das Einsatzkonzept ist aufgegangen“, sagt Einsatzleiter Olaf Gösmann.     

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