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Aus der Stadt Polizei kontrolliert Frauenbadetag im Vahrenwalder Bad
Hannover Aus der Stadt Polizei kontrolliert Frauenbadetag im Vahrenwalder Bad
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00:16 18.12.2017
Das Vahrenwalder Bad.
Das Vahrenwalder Bad. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Nach Berichten über massive Hygieneprobleme und Pöbeleien beim Frauenbadetag im Vahrenwalder Bad hat am Freitag die Polizei die Lage überprüft. Zwei Beamte hätten sich beim Bad erkundigt, ob es Probleme gebe, bestätigte ein Polizeisprecherin der HAZ. Anschließend seien die beiden auch ins Bad hineingegangen, um dort nach dem Rechten zu sehen. Weil es keine Probleme gab und das Bad auch nicht überfüllt gewesen sei, seien die beiden Beamten wieder gegangen. 

Anlass für den Besuch sei die Berichterstattung über Probleme beim Frauenbadetag gewesen, so die Behördensprecherin weiter. Die HAZ hatte berichtet, dass im vertraulichen Teil des Sportausschusses über massive Hygieneprobleme beim Frauenbadetag berichtet worden sei. Demnach würden Badegäste sich im Nichtschwimmerbereich die Haare färben, am Beckenrand picknicken und Windeln ihrer Kleinkinder im Planschbecken hinterlassen. Die Stadt bestätigte nachträglich, dass diese Themen im Ausschuss diskutiert wurden. 

Die Probleme beim Frauenbadetag beschäftigen die Ratspolitik. SPD, CDU und Grüne sind sich einig, dass das Angebot im Vahrenwalder Bad bestehen bleiben soll, jedoch müsse gewährleistet sein, dass die Baderegeln eingehalten werden. „Ich warne davor, ethnische Gruppen pauschal zu verurteilen“, hatte SPD-Sportpolitiker Angelo Alter am Donnerstag gesagt. Die CDU forderte hingegen ein Sicherheitskonzept für den Frauenbadetag. Die FDP will das Angebot streichen. „Das Projekt ist gescheitert“, meint FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. 

Nach Informationen der HAZ will die Stadtverwaltung ab Januar einen Sicherheitsdienst im Kassenbereich postieren. Ein neues Registriersystem an der Kasse soll dafür sorgen, dass nicht mehr Besucher ins Bad gelassen werden, als Garderobenschränke vorhanden sind. Das ist bisher technisch noch nicht möglich. 

Von Heiko Randermann