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Aus der Stadt Polizei bittet Steintorwirte um Mithilfe
Hannover Aus der Stadt Polizei bittet Steintorwirte um Mithilfe
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21:33 15.11.2011
Die Mitteilung vom Rückzug des Frank Hanebuth und seinen Hells Angels aus dem Steintor war am Montag nur wenige Stunden alt, als die Polizei bereits eine Bitte an die Wirte der Bars und Klubs auf der Partymeile herantrug. Quelle: Surrey
Hannover

Per Handzettel wurden die Gastronomen aufgefordert, künftig doch eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten. „Als Gastwirte im Steintor stehen Sie in Ihrer Funktion in besonderer Verantwortung gegenüber Ihren Gästen“, so lautete der Text der Nachricht. Daraus könnten sich offene Fragen, Probleme und Schwierigkeiten ergeben, die einer Beratung bedürften.

In derartigen Fällen könnten sich die Betroffenen rund um die Uhr an die Polizei wenden. Ungewöhnlich an der Mitteilung ist, dass für derartige Fälle, so steht es auf dem Handzettel, die Zentrale Kriminalinspektion in Garbsen zuständig ist, die sich insbesondere die Bekämpfung der organisierten Kriminalität auf die Fahne geschrieben hat und nicht die Wache in der Herschelstraße, in deren Zuständigkeit das Steintor eigentlich fällt. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP)forderte die Gastwirte zur Zusammenarbeit auf: „Es muss alles dafür getan werden, dass sich jetzt nicht eine andere Bande im Steintorviertel ausbreitet“, sagte GdP-Landeschef Dietmar Schilff dem NDR.

Unterdessen kündigte Frank Hanebuth an, dass seine Firma Bodyguard Security auch den Fitnessklub Powerhouse in der Scholvinstraße nicht mehr länger betreiben werde. „Das Ding wird in Kürze vermietet“, erklärte der Rockerchef. Anders als am Dienstag berichtet, hat Hanebuth dagegen das Auflugslokal „Waldkater“ in Maspe nicht gekauft. Erworben hat die Gaststätte die Firma IMV Immobilien-Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbh, die von Ursula Hanebuth – der Mutter des Hells Angels-Präsidenten – geführt wird.

Tobias Morchner

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