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Aus der Stadt Polizei ertappt 550 Raser in der Region
Hannover Aus der Stadt Polizei ertappt 550 Raser in der Region
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22:14 24.08.2015
Von Jörn Kießler
Foto: Symbolbild
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Bei der letzten vergleichbaren Großkontrolle im August vergangenen Jahres ahndete die Behörde mit 370 Verstößen deutlich weniger Delikte als in der vergangenen Woche.

Von Montag bis Sonntag überprüften  Polizisten an 47 Stellen in der ganzen Region die Geschwindigkeit von Auto-, Motorrad- und Lastwagenfahrern. 393 Personen wurden mit einer Strafe von bis zu 55 Euro verwarnt. 132 Verkehrsteilnehmer waren so schnell unterwegs, dass sie ein Bußgeld (ab 55 Euro) zahlen müssen. Und weitere 25 Autofahrer müssen sogar zeitweise ihren Führerschein abgeben, weil sie sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit hielten. Negativer Spitzenreiter war der Fahrer eines BMW, der auf dem Bremer Damm mit 133 Stundenkilometern geblitzt wurde. Erlaubt ist dort maximal Tempo 80.

Insgesamt hatten 876 Polizeibeamte in ganz Niedersachsen 142 664 Fahrzeuge kontrolliert. Davon waren 8155, also etwa 5,7 Prozent, zu schnell unterwegs. 5907 müssen ein Verwarngeld bezahlen, 2248 droht ein Bußgeld. Von ihnen müssen 202 damit rechnen, für ein bis drei Monate ihren Führerschein abzugeben.

Kontrollen zum Schulbeginn

Zuletzt hatte die Polizei im April an einem sogenannten Blitzermarathon teilgenommen. Bei der angekündigten 24-stündigen Kontrolle hatten die Beamten so wenige Temposünder wie noch nie erwischt. Nur 2,61 Prozent der in der Region kontrollierten Verkehrsteilnehmer waren damals zu schnell unterwegs. Landesweit lag die Quote bei gerade einmal 2,81 Prozent.

Die Zahl der bei Unfällen getöteten und Schwerverletzten ist jedoch weniger positiv. Bei fast 12. 000 der mehr als 200 000 Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr war der Auslöser zu hohe Geschwindigkeit. 118 Menschen starben auf den Straßen Niedersachsens, 1033 wurden schwer, 3105 Personen leicht verletzt. Allein im Bereich der Polizeidirektion Hannover wurden 64 Menschen getötet, 640 schwer verletzt. Anfang Juli äußerte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) daher Zweifel an der Wirkung der Großkontrollen. Zwar achteten viele Autofahrer während der angekündigten Blitzermarathons auf ihr Tempo – es sei jedoch nicht erwiesen, dass das auch einen langfristigen Effekt habe. „Wir beschäftigen uns ernsthaft damit, uns künftig nicht mehr am Blitzermarathon zu beteiligen“, so Pistorius.

Kontrollen zum Schulbeginn: Die Stadt hat angekündigt, dass Mitarbeiter in den nächsten Wochen das Parkverhalten in der Nähe von Grundschulen kontrollieren. Die Schule beginnt, Schulwege sollen übersichtlich sein.

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