Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Polizei erwischt 1507 Verkehrssünder
Hannover Aus der Stadt Polizei erwischt 1507 Verkehrssünder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 02.03.2015
Von Jörn Kießler
Quelle: Symbolfoto
Anzeige
Hannover

Mehr als 1507 Verkehrsteilnehmer wurden in der letzten Februarwoche von der Polizei in der Region dabei ertappt, wie sie gegen die Verkehrsregeln verstießen. Und das, obwohl die Polizeidirektion die umfangreichste Kontrollaktion in ihrer Geschichte mehrfach angekündigt hatte. An jedem Tag hatte die Behörde ihren Fokus auf einen anderen Themenschwerpunkt gelegt. „Dafür haben wir zuvor Daten aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und die Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle ausgewählt, bei denen Menschen schwer verletzt oder sogar getötet wurden“, erklärte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe.

Nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, falsches Verhalten beim Abbiegen, zu wenig Abstand auf der Autobahn und fehlerhaftes Verhalten von Radfahrern und Fußgängern waren demnach die Hauptgründe, warum im vergangenen Jahr 64 Menschen ums Leben kamen. Auch in diesem Jahr starben im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover bereits 15 Personen bei Unfällen. „Viele Verkehrsteilnehmer sind nicht bereit, sich an die Regeln zu halten und bringen damit sich und andere in Gefahr“, sagte Kluwe. Da der Verkehr in der Stadt und dem Umland aber immer dichter werde, sei es unerlässlich, aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Anzeige

Dies kann auch aus Sicht der Polizei nicht allein durch Kontrollen erreicht werden. „Wir werden daher weiterhin präventiv tätig werden und versuchen, die Verkehrsteilnehmer für das Thema  zu sensibilisieren“, sagte Uwe Lange, Leiter des Dezernats Einsatz und Verkehr. Gleichzeitig plant die Behörde aber auch weitere angekündigte und unangekündigte Aktionen in diesem Jahr. Damit wolle man den Kontrolldruck auf die Verkehrsteilnehmer aufrecht erhalten.

Gerade bei den Blitzermarathons, bei denen die Messstellen im Vorfeld bekannt gegeben wurden, stellten die Beamten immer wieder fest, dass Autofahrer die Kontrolle mit vorgeschriebener Geschwindigkeit passierten, danach aber wieder beschleunigten. Dass noch in diesem Jahr das neue Geschwindigkeitsmesssystem „Section Control“ in der Region zum Einsatz kommt, sei daher sehr hilfreich. Dabei wird das Tempo der Autofahrer nicht wie bisher an einem festen Punkt, sondern über einen mehrere Kilometer langen Abschnitt gemessen.

Zudem will die Behörde auch bei künftigen Kontrollen Schwerpunkte setzen. „Die vergangenen Tage haben uns gezeigt, dass dazu mittlerweile auch das Benutzen des Handys am Steuer, auf dem Rad, aber auch als Fußgänger gehört“, so Lange. Immer wieder fänden die Beamten des Verkehrsunfalldienstes an Unfallstellen Smartphones, auf deren Bildschirmen angefangene SMS zu sehen seien.

02.03.2015
02.03.2015
Aus der Stadt Opernball in Hannover - Darf ich bitten?
Heike Schmidt 02.03.2015