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Aus der Stadt Polizei hält Anderter Handballer für Hooligans
Hannover Aus der Stadt Polizei hält Anderter Handballer für Hooligans
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21:27 07.10.2017
Die Polizei hat den Bus der Drittliga-Handballer vom HSV Hannover gestoppt. Quelle: privat
Hannover

Maskierte Polizisten und in der Luft ein kreisender Hubschrauber – die Fahrt der Drittliga-Handballer des in Anderten beheimateten HSV Hannover zum Punktspiel beim DHK Flensborg am vergangenen Sonnabend mutete zeitweise an wie in einem amerikanischen Actionfilm. Kurz vor dem Hamburger Elbtunnel wurde der HSV-Bus von acht Fahrzeugen eines mobilen Einsatzkommandos der Polizei gestoppt. Mit dieser Eskorte ging es durch die gesperrte Tunnelröhre.

Zunächst glaubten die Handballer, die wegen der Staus auf der A 7 ohnehin zeitlich in Verzug waren, an eine Aktion von Teamkamerad Bastian Riedel, der bei der Polizei arbeitet. „Wir dachten, Basti hat mit seinen Kollegen gesprochen, damit wir es pünktlich schaffen“, sagte Rückraumspieler Philip Müller.

Achtung Verwechslungsgefahr! Kurz vor dem Elbtunnel wurden wir leider mit einer Gruppe Randalierern verwechselt. Die...

Gepostet von HSV Hannover Handball am Samstag, 30. September 2017

Doch schnell wurde klar, dass die HSV-Handballer für Hooligans von Werder Bremen gehalten wurden, die zum Nordderby beim Hamburger SV wollten. Nach der Tunneldurchquerung wurde der Bus auf den Parkplatz einer Tankstelle gelotst, dann stürmten die Einsatzkräfte. „Die standen mit Maske und Helm vor uns“, sagte Trainer Stephan Lux. „Das war heftig. Da schnellt der Adrenalinpegel in die Höhe“, ergänzte Müller.

Glücklicherweise klärte sich schnell auf, dass die HSV-Handballer keine Hooligans sind. Sie waren in Verdacht wegen ihres Fahrzeugs geraten. „Vor einem Jahr sind Bremer Chaoten mit einem Bus wie unserem angereist“, sagte Müller. Dennoch dauerte es noch eine Stunde bis zur Weiterfahrt – auch wegen eines Schadens am Bus, der von der Polizei aufgenommen werden musste. „Irgendwie unfassbar“, resümierte Müller.

Am diesem Sonnabend musste der HSV Hannover zum Glück nicht auswärts ran und empfing in heimischer Halle den MTV Braunschweig. Das Derby endete 23:23-Unentschieden. 

Uwe Serrek

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