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Aus der Stadt Viele Verstöße bei Kontrolle PS-starker Autos
Hannover Aus der Stadt Viele Verstöße bei Kontrolle PS-starker Autos
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18:50 12.11.2017
Die Polizei Hannover hat Autos in der Innenstadt kontrolliert. Die Beamten wollten so gegen Lärmbelästigung vorgehen. 
Die Polizei Hannover hat Autos in der Innenstadt kontrolliert. Die Beamten wollten so gegen Lärmbelästigung vorgehen.  Quelle: Elsner
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Hannover

Die Polizei hat am Wochenende 116 Autos in der Innenstadt kontrolliert. Die Beamten wollten so gegen Lärmbelästigung durch die Szene der ­PS-Protze mit ihren übermotorisierten Fahrzeugen vorgehen. Etliche Anwohner hatten sich in der Vergangenheit über deren Lautstärke beschwert.

Mercedes, BMW, Audi: Besonders PS-starke Autos standen im Fokus der Polizeikontrolle.

Das Anfahren mit laut heulenden Motoren und teils quietschenden Reifen: Auch der Bereich des Klagesmarktes und der Goseriede hat sich zu einer Show-Strecke der Sportwagen-Fans entwickelt. Daher kontrollierte die Polizei ab 22 Uhr dort gezielt lautstarke Fahrzeuge. Doch auch am Leibnizufer in Höhe der Calenberger Straße und auf dem Westschnellweg nahmen die Beamten teils mit mobilen Teams die Szene ins Visier. Andreas Obst, der den Polizeieinsatz leitete, erklärte, dass die Zahl illegal von Tüftlern aufgemotzter Autos in Hannover allerdings eher gering sei. „Das ist ein Lautstärkeproblem, kein Tunerproblem“, sagt Obst.

Unter den kontrollierten Fahrzeugen war nur ein Auto, dessen Fahrwerk getunt war. Einem anderen Fahrer wurde die Weiterfahrt aufgrund von Lärmbelästigung und des nutzlosen Hin- und Herfahrens untersagt – auch dieses ist durch die Straßenverkehrsordnung verboten.

Ansonsten stellte der Zentrale Verkehrsdienst der Polizei 63 Tempoverstöße fest. 42 Ordnungswidrigkeiten und drei Strafverfahren wurden gegen Fahrer eingeleitet. Bei acht Autos war die Betriebserlaubnis abgelaufen. „Wir planen auch zukünftig, Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Lärmbelästigung durchzuführen“, sagt Obst. Ein Vorhaben, das auch dem Bezirksrat Hannover-Mitte gefallen dürfte: Der ehemalige Bezirksbürgermeister Michael Sandow (SPD) hatte in der Vergangenheit energisch härteres Vorgehen gegen den Lärm gefordert. Die Polizei hat nach eigener Darstellung allerdings nur wenige Möglichkeiten, gegen den Krach der hochmotorisierten, oft aber legalen Fahrzeuge vorzugehen. „Viele AMG-Mercedes, Porsches, Lamborghinis und Ferraris sind von Werk aus laut“, sagt Polizist Obst: „Trotzdem halten sie die Lautstärkebestimmungen ein.“ Der Lärm, der so viele Anwohner rund um den Königsworther Platz, an Karmasch- und Osterstraße, in den Bahnunterführungen, am Weißekreuzplatz und am Klagesmarkt stört, sei deshalb nur selten zu ahnden. Der Bußgeldkatalog sieht für unnötiges Hin- und Herfahren eine Strafe von 20 Euro, für Lärmbelästigung von 10 Euro vor.

Am Ostersonnabend 2016 war ein Lamborghini Murciélago bei einem illegalen Straßenrennen in der Karmaschstraße mit einer Radfahrerin kollidiert. Sie wurde verletzt, vier Autos sind erheblich beschädigt. Der Sportwagen war beim heftigen Gasgeben ins Schleudern gekommen und hatte sich um die eigene Achse gedreht.

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