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Aus der Stadt Polizei rechnet 
mit Krawall bei Hooligan-Demo
Hannover Aus der Stadt Polizei rechnet 
mit Krawall bei Hooligan-Demo
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12:29 13.11.2014
Von Jörn Kießler
Foto: Wie schon bei der Hooligan-Demo in Köln erwartet die Polizei auch in Hannover Krawall.
Wie schon bei der Hooligan-Demo in Köln erwartet die Polizei auch in Hannover Krawall. Quelle: dpa
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Hannover

Das teilte die Behörde gestern mit, nachdem sie mit dem Anmelder aus Nordrhein-Westfalen Kontakt aufgenommen hatte. Zudem wurde bekannt, dass der Mann, der die Demo in der Innenstadt leiten soll, bei den Krawallen in Köln am 26. Oktober eine Rede hielt.

Dort wurde Uwe M. von der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, die die Demo angemeldet hatte, als Mitglied der linken Szene vorgestellt. Auch gegenüber dem NDR verortete sich der Oldenburger als politisch links und betonte, dass er Gewalt als politisches Mittel ablehne. Ein Blick auf die öffentlich zugängliche Facebookseite, die offenbar M. zuzuordnen ist, vermittelt jedoch einen anderen Eindruck. Dort stehen Sprüche wie „Was ist rot und schlecht für die Zähne? Ein Ziegelstein.“ Zudem hat er mehrfach Fotos mit rechtsextremen Motiven hochgeladen. Eines zeigt ein kleines Mädchen, das eine Hitlerpuppe im Arm hält. Auf einem anderen Bild sieht man ein brennendes Haus und darunter den Satz „Sie hörten da immer Kanakenmusik. Jetzt nicht mehr.“

Auch bei der Veranstaltung in Hannover geht die die Polizei davon aus, „dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen kann“, sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. Wie hoch das Gewaltpotential sein werde, könne man derzeit jedoch nur schwer einschätzen. Ob ein Verbot der Veranstaltung angestrebt wird, ließ die Polizeidirektion gestern offen. Am kommenden Freitag wolle man sich zunächst mit dem Anmelder der Demo treffen.     

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