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Aus der Stadt Polizei zieht sich vom Steintor zurück
Hannover Aus der Stadt Polizei zieht sich vom Steintor zurück
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07:11 27.02.2013
Von Tobias Morchner
Die Polizei will sich ab März vom Steintor zurückziehen. Quelle: Alexander Körner
Hannover

Das bedeutet, dass die Polizisten ab dem kommenden Monat von Woche zu Woche ihre Dienstzeiten in der Steintor-Wache nach den dortigen Veranstaltungen und den zu erwartenden Besucherzahlen im Rotlichtviertel ausrichten werden. „Zu den Zeiten, an denen am Steintor erfahrungsgemäß nichts los ist, wird die Wache künftig nicht mehr besetzt sein“, sagt Polizeisprecherin Tanja Rißland. Allerdings werde das Viertel im Rahmen der normalen Streifenfahrten der Kollegen der Wache in der Herschelstraße kontrolliert.

Ob die Behörde den Standort Steintor noch in diesem Jahr vollständig aufgeben wird, ist noch unklar. Man wolle jetzt erst einmal abwarten, wie sich die Situation rund um die Partymeile mit der reduzierten Präsenz der Beamten in der Wache Am Marstall entwickle, hieß es von der Polizeidirektion weiter.

Vor mehr als einem Jahr, im Dezember 2011, waren die Container am Steintor aufgestellt und zur Dienststelle umfunktioniert worden. Die Polizei reagierte mit dem Schritt auf den Rückzug der Hells Angels aus dem Viertel. Einen Monat zuvor hatte Frank Hanebuth, der damalige Präsident des inzwischen aufgelösten hannoverschen Rockerklubs, seinen Rückzug als selbst ernannter „Sicherheitskoordinator“ vom Steintor angekündigt. Er zog die Mitarbeiter seiner Sicherheitsfirma Bodyguard Security, die jahrelang vor den Türen der Klubs den Einlass kontrollierten, ab und verkaufte auch seine Anteile an den Diskotheken „Havanna“ und „Sansibar“. Bis heute betreibt der einst einflussreiche Höllenengel allerdings zwei Bordelle auf dem hannoverschen Kiez. Die Polizei hatte damals umgehend auf den Rückzug reagiert und die Container auf dem Parkplatz Am Marstall in Betrieb genommen. Die Behörde rechnete damit, dass nach dem Weggang der Hells Angels „andere kriminelle Organisationen“ versuchen könnten, das Steintor unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Bestrebungen konnten bislang unterbunden werden.

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