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Aus der Stadt Stadt geht gegen Falschparker am Astor vor
Hannover Aus der Stadt Stadt geht gegen Falschparker am Astor vor
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00:22 20.03.2015
Von Andreas Schinkel
Viele Autofahrer kümmern sich nicht um das Halteverbot am Astor-Kino. Alle verfügbaren Flächen werden zum Abstellen der Fahrzeuge genutzt. Quelle: Krajinović
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Hannover

Besonders in den Abendstunden zur besten Kinozeit spitzt sich laut Beschwerden die Situation zu. Gleichzeitig ist das Parkhaus neben dem Kino nicht ausgelastet. Stadt und Bezirksrat wollen jetzt Gegenmaßnahmen ergreifen: mehr Politessen ins Viertel schicken und Poller an der Nikolaistraße montieren, um so die Kinobesucher am regelwidrigen Parken zu hindern und ihnen den Weg ins Parkhaus schmackhaft zu machen. Das kommt der Stadt ganz gelegen – das Parkhaus ist gerade erst von der städtischen Immobilienfirma Union-Boden gekauft worden.

Im Bezirksrat ist die rot-grüne Forderung allerdings umstritten. „Alles zuzupollern ist doch keine Lösung“, sagt CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch. Sein Kollege von der FDP, Wilfried Engelke, schlägt vor, mehr Hinweisschilder fürs Parkhaus anzubringen und zunächst die Maßnahmen der Stadt abzuwarten.

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Mehr Politessen im Viertel

Die Stadtverwaltung kündigt unterdessen an, mehr Politessen ins Viertel zu schicken, auch in den Abendstunden. „Zudem werde ich das Gespräch mit den dort ansässigen Kulturvereinen suchen“, sagt Stadtbezirksmanagerin Claudia Göttler. Nicht alle Falschparker seien Kinobesucher, habe sie festgestellt. Mit „Kulturverein“ sind die Betreiber einer gut frequentierten Shisha-Bar gemeint.

Im Bezirksrat ist man aber der Ansicht, dass vor allem die Kinobesucher das Parkchaos im Nikolaiviertel verursachen. „Wir wollen verhindern, dass Anwohner durch asoziales Verhalten gegängelt werden“, sagt Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl. Daher müsse eine schnelle Lösung her. „Wir sollten nicht erst warten, bis die Stadt ihre Gespräche geführt hat“, sagt SPD-Fraktionschefin Hülya Demir.

Gehwege sollen autofrei werden

Union-Boden-Chef Karsten Klaus begrüßt die Idee des Bezirksrates, an der Nikolaistraße beidseitig Poller aufzustellen, um die Gehwege autofrei zu halten. Für Union-Boden ergäben sich Vorteile, denn der Betreiber des Parkhauses, die Firma Apcoa, müsste eine höhere Pacht an das städtische Unternehmen zahlen, sobald mehr Autos ins Parkhaus fahren. „Wir sind an einer hohen Auslastung interessiert“, sagt Klaus. Genaue Daten über die Anzahl der Kunden habe man noch nicht, schließlich habe Union-Boden das Gebäude erst Anfang des Jahres erworben.

Dennoch werde man jetzt mit Apcoa besprechen, wie mehr Aufmerksamkeit aufs Parkhaus gelenkt werden kann, etwa durch Schilder an den Straßen und noch mehr Werbung im Kino. „Eine Schwierigkeit besteht darin, dass sich die Einfahrt hinter dem Kino an der Karolinenstraße befindet“, sagt Klaus. Am Preis könne es nicht liegen, der sei mit 2,50 Euro für Kinobesucher sehr günstig.

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