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Aus der Stadt Post will keine Autobriefkästen
Hannover Aus der Stadt Post will keine Autobriefkästen
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22:07 17.10.2012
Nicht mehr erwünscht: Einst standen die Autobriefkästen an der Hauptpost, die für die Ernst-August-Galerie abgerissen wurde. Quelle: Rainer Surrey
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 Und trotz immer wieder aufflackernder Nachfragen will die Post dabei bleiben. Der Aufwand für Installation und Betreuung von Autobriefkästen sei zu hoch, sagt Postsprecher Jens-Uwe Hogardt.

HAZ-Leser Stefan Pinter aus Bemerode etwa vermisst den besonderen Service. „Die Leute werden älter und unbeweglicher“, sagt er. Ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Post mit dem Auto statt zu Fuß wegzubringen, könne ein guter Service sein - am besten mit Spätleerung. Auch im Hinblick auf den kommenden Winter und den frühen Anbruch der Dunkelheit sei das Einwerfen der Post vom Auto aus wohl für viele eine Entlastung, sagt Pinter.

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Im Bezirksrat Ricklingen hat die Forderung sogar überfraktionell Zustimmung gefunden. CDU und SPD forderten die Stadtverwaltung auf, sich bei der Post zu erkundigen. Als Standort favorisierten die Kommunalpolitiker den Edeka-Markt in der Göttinger Chaussee. Doch sowohl die Post AG als auch die Citipost lehnten den Vorschlag ab.

„Die Problematik besteht vor allem darin, dass es besonders gebaute Briefkästen sein müssten“, sagt Postsprecher Hogardt. So müssten die Briefkästen eine bestimmte Höhe haben, um vom Autofenster aus gut erreichbar zu sein. Zusätzlich sei eine besondere Spur nötig, mit der Autofahrer aus dem fließenden Verkehr heraus- und in eine Wendeschleife hineingelotst werden.

In anderen Städten gibt es allerdings noch Autobriefkästen. Für die Post gelten sie aber als Auslaufmodell - die Nachfrage rechtfertige den Aufwand nicht.

Sonja Fröhlich 20.10.2012
Andreas Schinkel 17.10.2012
Vivien-Marie Drews 17.10.2012