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Aus der Stadt Bei der Weihnachtspost ist Geduld gefragt
Hannover Aus der Stadt Bei der Weihnachtspost ist Geduld gefragt
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00:15 20.12.2013
In der Postfiliale am Engelbosteler Damm stehen die Kunden schon morgens Schlange - dabei ist das womöglich gar nicht so schlau. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Meist erwarten den Kunden in den hannoverschen Postfilialen schon Dutzende Menschen, die alle die gleiche Idee hatten: Weihnachtspost auf den letzten Drücker zu verschicken. Da hilft nur brav einreihen und geduldig warten oder einen günstigen Moment abpassen.

„Richtige Kernzeiten, an denen auf jeden Fall viel los ist, haben wir hier eigentlich nicht, aber es gibt ein paar Tendenzen“, sagt Postmitarbeiterin Birgit Kröger aus der Filiale am Engelbosteler Damm. Der erste Ansturm erfolgt demnach kurz vor neun Uhr, wenn die Filiale öffnet, danach wird es ruhiger. Auch am frühen Nachmittag sind die Chancen gut, weniger als zehn Minuten warten zu müssen. Ist allerdings Feierabendzeit, hilft nur noch Geduld, 20 Minuten sollten die Kunden einkalkulieren.

„Da ist klar, dass manche ein säuerliches Gesicht machen. Und den einen oder anderen dummen Spruch bekommen wir auch zu hören“, sagt Kröger. Ihre Devise heißt dann: einfach lächeln und nicht darauf eingehen. Der Großteil der Kunden nimmt es allerdings gelassen. „So kurz vor knapp muss ich ja mit Andrang rechnen“, sagt ein Mann und hievt ein riesiges Paket auf den Tresen.

Eigentlich ist es immer voll

Claudia Bode und Anne Schmidt sind die Schlange vor den Postschaltern in der Gabelsberger Straße schon gewohnt. „Das ist hier immer so voll“, sagt Bode und rückt ihre Pakete zurecht. Die sollen an Verwandte in Hamburg und Köln verschickt werden. Es ist zwar nur noch eine Woche bis Heiligabend, aber die junge Frau findet, sie sei für ihre Verhältnisse sogar noch früh dran.

Ihre Pakete sind funktional gestaltet. Braunes Klebeband und kein buntes Geschenkpapier außen herum. Das ist bei der Post gern gesehen. Denn Geschenkpapier ist für die Mitarbeiter eher hinderlich. Besonders, wer die Anschrift gleich direkt auf das Papier schreibt, stellt die Sortiermaschine vor ein Rätsel und macht den Angestellten Mehrarbeit. Das Umwickeln mit Paketschnüren ist sogar verboten. Sieht nostalgisch aus, kann aber dazu führen, dass das Päckchen in der hochtechnisierten Sortieranlage der Post hängenbleibt und kaputtgeht.

Anne Schmidt hat deswegen auch auf jeden äußeren Schmuck verzichtet. Sie studiert einen Aushang, der verspricht, dass am 23. Dezember bis 10 Uhr abgegebene Pakete noch pünktlich ihre Empfänger erreichten. „Das klappt tatsächlich“, sagt sie. „Vergangenes Jahr brachte uns ein Postbote an Heiligabend noch gegen 17 Uhr ein Paket.“ Um das alles einhalten zu können, fahren die Postboten Sonderschichten und liefern auch am Sonntag vor Heiligabend Pakete aus. „Der Onlinehandel ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen, dass wir die Menge sonst gar nicht schaffen würden“, sagt Postsprecher Martin Grundler. Das Unternehmen rechnet dieses Jahr mit rund 8 Millionen Paketen, die zum Fest verschickt werden.

Isabel Christian

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