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Aus der Stadt Premiere für Scorpions-Film
Hannover Aus der Stadt Premiere für Scorpions-Film
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00:22 27.03.2015
Von Rüdiger Meise
Unter Rockern: Scorpions-Gitarrist Matthias Jabs (l.) und Sänger Klaus Meine mit Regisseurin Katja von Garnier.   Fotos: Körner (4)
Unter Rockern: Scorpions-Gitarrist Matthias Jabs (l.) und Sänger Klaus Meine mit Regisseurin Katja von Garnier. Fotos: Körner (4) Quelle: (Alexander Körner)
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Hannover

Scorpions-Sänger Klaus Meine beschwert sich ja gern, dass seine Band zwar in der ganzen Welt geliebt werde – nur nicht in Deutschland. Gestern Abend gaben ihm gut 800 Gäste keinen Anlass, diesen Satz zu wiederholen. Beim Kinostart des Scorpions-Films „Forever and a Day“ feierten sie die Band im Astor-Kino so, wie der Film sie zeichnet: als einige der größten – und beständigsten – Weltstars des Rock’n’Roll.

Premiere für den neue Dokumentarfilm über die Rockband Scorpions im Astor-Kino.

Allerdings fehlte die Hälfte der Band. Schlagzeuger James Kottak und Bassist Pawel Maciwoda blieben in ihrer Heimat USA, Gitarrist Rudolf Schenker war krank. So präsentierten Meine und Gitarrist Matthias Jabs allein den Film, der ursprünglich als Fernsehstück für die Deutsche Welle gedacht war – „um die deutsche Kultur im Ausland zu präsentieren“, wie Nordmedia-Bereichsleiter Jochen Coldewey sagte. Nun startet er in 133 Kinos in Deutschland und Österreich.

Der prominenteste angekündigte Gast aus der Politik fehlte ebenfalls: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel kam am Abend des Airbus-Absturzes in Frankreich nicht. Genügend Motive fanden die Fotografen trotzdem: 96-Clubchef Martin Kind kam mit Frau Renate und traf auf seinen ehemaligen Trainer Mirko Slomka und seinen ehemaligen Kapitän Steven Cherundolo. H.P. Baxxter umarmte im Foyer Götz von Fromberg und Astor-Chef Hans-Joachim Flebbe.

Einer der Ersten auf dem roten Teppich war Regionspräsident Hauke Jagau. „Unbezahlbar“ sei, was die Scorpions für den Musikstandort Hannover geleistet hätten, sagte er. Und Mousse T. ergänzte: „Wenn du in Thailand an eine Tankstelle kommst, dann hängt dort ein Poster von Britney Spears und eins von den Scorpions.“ Mehr müsse man zur Bedeutung der Band nicht sagen.

Das sieht Katja von Garnier anders. Die Regisseurin hat versucht, die unglaubliche Karriere der Band einzufangen. Eigentlich dachte sie, dass sie einen Film über die letzte Tour dreht. Irgendwann wurde ihr klar, dass Meine und Co. gar nicht aufhören wollten. So drehte sie einen Film über den Abschied vom Abschied. Demnächst geht die Band wieder auf Welttournee. Ein Konzert in Hannover ist vorerst nicht geplant. Aber: „Wir schauen mal“, sagte Meine. „Never say never.“

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