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Aus der Stadt Projekte zur Förderung des Integration stellen sich vor
Hannover Aus der Stadt Projekte zur Förderung des Integration stellen sich vor
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22:39 15.04.2010
Erfolgreiche Arbeit: Ronkiatou Maas vom Projekt MiMi-Kénéya. Quelle: Rainer Surrey

Die Erstauflage des Gesellschaftsfonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“, für den die Region Hannover im vergangenen 150 000 Euro bereitgestellt hatte, war ein voller Erfolg. 101 Projektideen gingen bei der Verwaltung ein, 22 davon erhielten eine Förderzusage. Am Donnerstag stellten sich die Preisträger auf einem „Markt der Möglichkeiten“ im Regionshaus vor. Außerdem gab Regionspräsident Hauke Jagau den Startschuss für den Wettbewerb 2010. „Ich freue mich wieder auf viele gute Projektideen. Schon beim ersten Mal waren wir von der Vielzahl der unterschiedlichen Vorhaben überwältigt“, sagte der Verwaltungschef.

Beim Fußballverein SV 06 Lehrte wird das Thema Integration längst gelebt. Mehr als 60 Prozent der jugendlichen Mitglieder kommen aus Migrationsfamilien, seit Jahren ist der Verein Integrationsstützpunkt des Niedersächsischen Fußballverbandes. Angeboten werden etwa Nachhilfetraining für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund sowie Bewerbungstraining. Für sein Angebot, Kindern Musikunterricht für Mundharmonika und Gitarre zu erteilen, erhielt der Verein jetzt einen Zuschuss von 3000 Euro aus dem Integrationsfonds der Region. „Viele Zuwandererfamilien haben zu wenig Geld, um ihre Kinder auf eine Musikschule zu schicken“, sagte Projektleiter Dirk Ewert. Das Angebot des Vereins werde sehr gut angenommen.

Für französisch sprechende Migrantinnen vor allem aus Afrika bietet das Projekt MiMi-Kénéya regelmäßige Informationsveranstaltungen, damit sie sich besser im deutschen Gesundheitssystem zurechtfinden. Hinter „MiMi“ verbirgt sich das Projekt „Migranten für Migranten“, das das Ethno-Medizinische Zentrum sehr erfolgreich mit Gesundheitslotsen praktiziert. Das Wort Kénéya bedeutet Gesundheit auf Bambara, einer weit verbreiteten westafrikanischen Sprache.

„Deutschsprechen im Alltag“ nennen Dagmar Ghane und Filiz Aktar ihren Konversationskurs für türkischstämmige Frauen in Garbsen – mit dem Ziel, diese aus ihrer Isolation zu Hause herauszuholen. Inzwischen veranstaltet die immer größer werdende Gruppe Frauenfrühstücke und Aktionen mit anderen Gruppen im Ort. „Natürlich sind auch Frauen anderer Herkunft willkommen“, sagt Dagmar Ghane. Andere Gruppen betreuen behinderte Kindern und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, helfen Migrantinnen beim Einstieg in den Beruf oder haben eine Selbsthilfegruppe für psychisch Kranke gegründet.

● Wettbewerb 2010: Beim Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ können sich Vereine, Verbände und Einzelpersonen bewerben. Gesucht werden Projekte, die Bildung und Ausbildung fördern, Initiativen zur Förderung von Frauen und zur Verbesserung des Miteinanders der Generationen. Einsendeschluss ist der 15. Juni. Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es bei der Leitstelle für Integration der Region Hannover, Hildesheimer Straße 20, Telefon (05 11) 61 62 29 81, E-Mail: simone-thomaschewsky@region-hannover.de.

Veronika Thomas

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