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Aus der Stadt Lehrbeauftragte fordern bessere Bezahlung
Hannover Aus der Stadt Lehrbeauftragte fordern bessere Bezahlung
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10:35 07.11.2014
Von Jutta Rinas
Lehrbeauftragte protestieren.
Lehrbeauftragte protestieren. Quelle: Barkhoff
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Hannover

„Taten ohne Worte“, „Leere Lehre“ - mit deutlichen Worten haben die Lehrbeauftragten der hannoverschen Musikhochschule am Donnerstag ihre Arbeitsbedingungen kritisiert. Zwei Info-Stellwände hatten sie im Foyer des Instituts am Emmichplatz aufgestellt, um über ihre Situation zu informieren, dazu gingen sie mit Flyern durch alle Unterrichtsräume. „Wir sind hochqualifiziert, unterrichten häufig dasselbe wie die Professoren und verdienen nur einen Bruchteil“, sagte Eva Herzig am Donnerstag. Die 43-Jährige ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTMH) für das Fach Gesang und Mitglied des Sprecherteams der Lehrbeauftragten, das nach ihren Angaben etwas mehr als 200 Lehrbeauftragte an der Hochschule vertritt. Sie unterrichteten nicht nur, sagte Herzig. Sie organisierten auch Klassenvorspiele, nähmen sogar Prüfungen ab. Mit einem Stundenlohn zwischen 21 und 30 Euro brutto seien sie aber hoffnungslos unterbezahlt. „Das kann so nicht weitergehen.“

Die Unterstützung der Hochschulleitung haben die Protestierenden jedenfalls. Anders als an Unis ergänzten Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen das Unterrichtsangebot nicht nur, sondern unterstützten wesentlich die Substanz dieses Hochschultyps, sagte Präsidentin Susanne Rode-Breymann am Donnerstag. „Die unzureichende Honorierung ist eine Gefährdung der Spitzenposition der deutschen Musikhochschulen.“ Donnerstag fand ein bundesweiter Aktionstag der Lehrbeauftragten statt. Die GEW prangerte das „Lohndumping“ an. Das Ausnutzen müsse ein Ende haben.

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