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Aus der Stadt Prozess gegen Bundespolizist findet nicht statt
Hannover Aus der Stadt Prozess gegen Bundespolizist findet nicht statt
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14:50 05.10.2015
Von Tobias Morchner
Eine Tat hat der Bundespolizist Torsten S. eingeräumt, ob es aber zum Prozess wegen Misshandlungen in der Wache kommt, ist noch unklar. Quelle: Archiv
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Hannover

Vor dem Amtsgericht Stadthagen wird am Dienstag nicht, wie ursprünglich geplant, der Prozess gegen den Bundespolizisten Torsten S. aus Hannover stattfinden. Der Beamte, der einer 14-Jährigen ein Foto seines Geschlechtsteils geschickt haben soll, hat die Tat eingeräumt. Der 40-Jährige soll das Mädchen in einem Zug kennengelernt und ihr später das Bild gesendet haben. 

Wie Kai Oliver Stumpe, der Sprecher des Amtsgerichts Stadthagen mitteilt, hat der Anwalt des Beamten den Einspruch gegen den Strafbefehl über die Zahlung von 2400 Euro heute überraschend zurückgezogen. "Damit akzeptiert er das Urteil", sagt Stumpe. Unklar ist, ob Anklage gegen den 40-Jährigen in einer anderen Sache erhoben wird. Torsten S., der vom Dienst freigestellt ist, soll in seiner Dienststelle am Hauptbahnhof Hannover in mindestens zwei Fällen Flüchtlinge misshandelt und damit geprahlt haben. Die Foltervorwürfe gegen den Mann hatten für bundesweites Aufsehen gesorgt

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Einer der beiden Flüchtlinge konnte später ermittelt werden und bestätigte die Vorwürfe. Die Ermittlungen in der Sache laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Hannover noch. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich weitere Beamte an den Misshandlungen beteiligt haben, gebe es derzeit noch nicht, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Die Polizisten, die dafür infrage kämen, seien ermittelt worden.

(mit: dpa)

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