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Aus der Stadt Radrennen wird kurzfristig umgeplant
Hannover Aus der Stadt Radrennen wird kurzfristig umgeplant
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19:16 08.06.2015
Von Bernd Haase
Foto: Wegen Baustellen soll die Route in diesem Jahr nicht am Maschsee starten.
Wegen Baustellen soll die Route in diesem Jahr nicht am Maschsee starten.  Quelle: Archivfoto
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Hannover

Eine kurzfristig vorgenommene drastische Änderung des Streckenverlaufs der sogenannten Velo Challenge für Hobbyradsportler sorgt für jede Menge Frust und Ärger bei Organisatoren wie potenziellen Teilnehmern.

Statt wie geplant und in den Vorjahren üblich auf 110 und 60 Kilometer langen Schleifen vom Maschsee aus durch die Deisterregion und das Calenberger Land soll das größte Jedermann-Rennen Norddeutschlands am 21. Juni nun auf einem zwei Kilometer langen Rundkurs am Lindener Berg über die Bühne gehen. Das stellt den Ausrichter, die Agentur Soulstyle von Detlef Rehbock, vor organisatorische wie finanzielle Probleme.

Ausschreibung und Anmeldung für die Velo Challenge starteten bereits zu Jahresbeginn. Bisher haben sich rund 1000 Teilnehmer eingeschrieben. Rehbock musste die Streckenänderung in der vergangenen Woche bekannt geben. „Baustellen an der geplanten Route etwa im Bereich Pattensen machen die geplante Veranstaltung unmöglich“, erklärt Rehbock. Der Radsport-Enthusiast, der mit seiner Agentur in Hannover auch die beliebten Velo-City-Nights für Hobbyradfahrer und die Skaternächte veranstaltet, musste kurzfristig umplanen.

„Die Runde am Lindener Berg ist die einzig praktikable Lösung“, sagt Rehbock. Dadurch erhält die Veranstaltung einen anderen Charakter. Auf der kleinen Schleife in Linden kann das Feld nicht geschlossen auf die Strecke gehen, sondern in Gruppen bis zu 200 Teilnehmern. „Das Lindener-Berg-Rennen fordert den Rennfahrer und bietet jedem eine persönliche Herausforderung“, schreibt Soulstyle in einer Mail an alle gemeldeten Starter.

Das sehen nicht alle so. Seit Bekanntgabe der Kursänderung haben laut Rehbock rund 150 Teilnehmer storniert. Kommen weitere Absagen und fordern die Hobbyradsportler das Startgeld in Höhe von 40 Euro zurück, bringt das Rehbock, der mit rund 100 000 Euro in Vorleistung getreten ist, finanzielle Sorgen. Er macht ein Kompromissangebot: Wer nicht antreten will, soll zehn Euro zurückbekommen und im nächsten Jahr zu einem Bonuspreis starten können. „Bei der persönlichen Bewertung der Streckenänderung bitten wir Euch, die Sache sportlich zu sehen“, appelliert Soulstyle an Solidarität. Man versuche, in für den Radsport schwierigen Zeiten ein positives Image zu präsentieren.

Die Velo Challenge am Lindener Berg will Rehbock in jedem Fall durchziehen. Start und Ziel sollen am Sportheim von Linden 07 aufgebaut werden. Auf dem Parkplatz laufen auch das Rahmenprogramm und der Start zur nächsten Velo-City-Night am Vorabend, 20. Juni. Auch hierfür müssen nun Kursänderungen ausgearbeitet werden.

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