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Aus der Stadt Rätselraten nach Messerangriff auf Polizisten
Hannover Aus der Stadt Rätselraten nach Messerangriff auf Polizisten
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18:28 09.06.2016
Von Tobias Morchner
Die Polizei hatte den Ort des Geschehens weiträumig abgesperrt.
Die Polizei hatte den Ort des Geschehens weiträumig abgesperrt. Quelle: dpa
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Hannover

Einen Tag nach dem Messerangriff eines offenbar psychisch kranken Mannes auf einen 30-jährigen Polizisten in Mittelfeld sind die genauen Umstände der Tat noch immer unklar. Der angegriffene Beamte, der an der Hand verletzt wurde, hatte einen Schuss aus seiner Dienstwaffe auf den 52-jährigen Mann mit dem Messer abgegeben und diesen schwer verletzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte bislang keiner der Beteiligten zu dem Vorfall befragt werden.

Die bei dem Vorfall in einem Treppenhaus anwesende 23-jährige Kollegin des Beamten sagte aus, dass sie keinen aktiven Angriff gesehen habe. Auf dieser Grundlage sah das Amtsgericht von einem Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den 52-Jährigen ab.

Der Beamte hat sich einen Anwalt genommen und will sich erst mit ihm beraten. Der 52-Jährige, der polizeilich bislang noch nie in Erscheinung getreten ist, liegt auf der Intensivstation und ist noch nicht vernehmungsfähig.

Polizeieinsatz in Mittelfeld: Nach Angaben der Polizei hat ein 52-jähriger Mann Beamte mit zwei Messern in einem Mehrfamilienhaus bedroht. Nachdem ein Polizist an der Hand verletzt wurde, gaben die Polizeibeamten einen Schuss ab. Der 52-jährige Mann wurde getroffen, konnte noch fliehen, wurde dann aber wenige hundert Meter entfernt in einer Nebenstraße festgenommen. 

Der Mann war am Mittwoch gegen 15 Uhr an seiner Wohnung im Klausener Weg zunächst auf einen Mitarbeiter der Johanniter losgegangen, hatte dann zwei Vermessungstechniker, die vor dem Haus ihrer Arbeit nachgingen, beschimpft und attackierte dann die von dem Johanniter gerufenen Polizisten. Er konnte in unmittelbarer Nähe des Tatorts überwältigt werden.

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