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Aus der Stadt Weiter Rätselraten um die Investoren
Hannover Aus der Stadt Weiter Rätselraten um die Investoren
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00:25 01.03.2015
Dieser Unbekannte hat 16,5 Millionen Euro geboten - und den Zuschlag bekommen. Quelle: Frank Wilde
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Wer dort hinter den Kulissen die Fäden zieht, lässt sich aber weder aus dem Handelsregister, noch aus den spärlichen Berichten im Bundesanzeiger ersehen. Eine zentrale Figur ist offenbar Amir Dayan, der als Geschäftsführer einer Berliner Projektentwicklungsgesellschaft namens „PMB Construction Germany“ eingetragen ist.

Auf ihrer Internetseite stellt sich PMB als Bauherr für luxuriöse Apartments, Hotels und Einkaufszentren dar - andere Objektgesellschaften der Gruppe investieren allerdings auch in heruntergekommene Immobilien. So wurden vor zwei Jahren in Meckenheim und Dortmund Gebäudekomplexe erworben, die an das Ihme-Zentrum erinnern. Auch dort traten Gesellschaften als Käufer auf, die zu Firmen auf Zypern gehören, über die Außenstehende nichts wissen. Wie diese mit PMB zusammenhängen, ist unklar; bei dem Unternehmen war auch gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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Erleichterung am Tag nach der Zwangsversteigerung

Im Ihme-Zentrum herrschte am Tag nach der erfolgreichen Zwangsversteigerung trotzdem überwiegend Erleichterung. 16,5 Millionen Euro haben die Berliner Investoren geboten und 5 Millionen davon schon vorab bezahlt. „Der Stillstand ist vorbei, es ist wieder Bewegung in der Sache“, frohlockt Jürgen Oppermann, Verwaltungsbeirat der Wohnungseigentümer. Am nächsten Dienstag ist Beirätetreffen. Man wolle an die Adresse der Projektgesellschaft in der Berliner Möckernstraße einen offiziellen Brief schreiben und die neuen Miteigentümer zum Gespräch einladen, sagt Oppermann. Ins Gespräch kommen muss man ohnehin - die Berliner halten jetzt 83 Prozent der Eigentumsanteile an dem riesigen Gebäudekomplex, der nach der Pleite einer Tochter der US-Fondsgesellschaft Carlyle teilweise wie eine Ruine aussieht. „Die Umbaubeschlüsse von 2006 und 2007 haben Bestand, die Eigentümer können sofort loslegen“, sagt Oppermann.

Das Ihme-Zentrum wurde versteigert - die Bilder aus dem Amtsgericht.

Auch in Hannovers SPD keimt Hoffnung. „Wir freuen uns, dass das Gebäude endlich verkauft ist“, sagt der baupolitische Sprecher der Ratsfraktion, Ewald Nagel. Für Forderungen an den Investor sei es noch zu früh, man wolle zunächst abwarten. CDU-Fraktionschef Jens Seidel dagegen appelliert an die neue Haupteigentümerin, eine Revitalisierungskommission einzusetzen, in der auch Wohnungseigentümer, Stadtverwaltung und Politik mitwirken sollten. Das sei „Voraussetzung zum Entwickeln eines tragfähigen Konzepts“ und wichtig, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte die Fraktionsspitzen im Rathaus in vertraulicher Runde über die Entwicklung im Ihme-Zentrum informiert. Die Investoren, die jetzt zum Zuge gekommen sind, hatten sich bereits vor dem Zwangsversteigerungstermin im Rathaus vorgestellt und sollen einen sehr soliden, patenten Eindruck gemacht haben, heißt es. Einer Verlautbarung zufolge wollen sie langfristig in das Gebäude investieren. Ob sie bereits ein Konzept dafür haben, ist bisher aber unbekannt.

Von Jens Heitmann
 und Conrad von Meding

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