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Aus der Stadt Das Fest nach dem Fasten
Hannover Aus der Stadt Das Fest nach dem Fasten
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07:53 08.08.2013
Alles eine Sache der Vorbereitung: Efdal-Nur Kaya(links) und Nurdan Kudu bereiten Baklava – türkische Süßspeisen – zu. Ab Donnerstag feiern die Muslime drei Tage lang das Ende ihrer Fastenzeit. Quelle: Körner
Hannover

Essen in großen Mengen, Geschenke in Tüten und Verwandtenbesuche ohne Pause: Am Donnerstag ist das Fest des Fastenbrechens. In der Jama’at-un Nur-Gemeinde in Linden etwa werden am Morgen rund 600 Muslime zusammenkommen, um gemeinsam zu beten, zu essen und zu feiern. Das Fastenbrechen markiert das Ende des Ramadans und ist eines der größten Feste für Muslime. Im Arabischen heißt es Eid-al-Fitr.

Innerhalb des Stadtgebiets gibt es rund 40.000 Muslime, schätzt die Stadtverwaltung - und der Großteil von ihnen dürfte heute um fünf Uhr aufgestanden sein, um sich auf die Feier vorzubereiten. „Der Feiertag selbst beginnt offiziell um 6.30 Uhr“, erklärt Avni Altiner, Vorsitzender der Schura, des niedersächsischen Landesverbandes der Muslime.

Das Bayramfest, wie die Feier auf Türkisch heißt, beten Männer und Frauen zunächst getrennt in ihren Gebetsräumen und wünschen sich ein friedliches Ramadanfest. In der Lindener Moschee sind dabei nicht nur Türken, sondern auch Muslime aus anderen islamischen Ländern anwesend. Um acht Uhr gibt es ein ausgiebiges Frühstück mit Tee und später Teigtaschen. Danach besucht jeder seine Verwandten - die Ältesten zuerst. Die Gemeindemitglieder wenden sich außerdem ihren toten Vorfahren sowie Alten, Kranken und Gefängnisinsassen zu, Muslimen wie Nichtmuslimen. „Für uns ist es ein Fest, aber alles ist vergänglich. Deshalb müssen wir auch an die Toten denken“, sagt Altiner. Er selbst wird am heutigen Donnerstag rund 200 Menschen besuchen.

Am Mittwoch waren die Muslime mit den Vorbereitungen beschäftigt. Efdal-Nur Kaya und Nurdan Kudu, zwei junge Frauen aus der Gemeinde, haben sich eigens neue Kleider gekauft, und ihre Mütter sind mit dem Hausputz beschäftigt. Gemeinsam stellen sie Süßigkeiten für die Kinder bereit, kaufen Geschenke für Verwandte und versprühen Düfte im Haus. Heute, am Tag des Ramadan, soll alles perfekt sein. Die Gastgeber wissen aus Erfahrung, dass die Küche im Gemeindezentrum voll sein wird. Die Gemeindemitglieder sind froh, dass das Fasten nun zu Ende ist. Bis zu 18 Stunden am Tag - von Sonnenaufgang bis -untergang - durften sie weder essen noch trinken. „Dieses Jahr war es besonders hart, weil die Tage so lang und die Temperaturen so hoch waren“, erzählt Altiner.

Das Fest des Fastenbrechens wird drei Tage lang gefeiert. Es sind auch die Tage, um wieder Kraft zu sammeln. Nach dem islamischen Mondkalender wandert der Ramadan jedes Jahr um zehn bis elf Tage zurück. Deshalb liegt der Ramadan 2014 und 2015 so früh im Sommer, dass die Fastenzeit wegen der langen Tage noch länger dauert.

Sabrina Mazzola

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