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Aus der Stadt Rat beschließt Ferienbetreuung für Ganztagsschulen
Hannover Aus der Stadt Rat beschließt Ferienbetreuung für Ganztagsschulen
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20:55 14.03.2013
Von Andreas Schinkel
Hannoversche Kinder können jetzt auch in den Ferien zur Schule gehen. Quelle: dpa
Hannover

Ursprünglich wollte die Stadt Kinder nur drei Ferienwochen pro Jahr in den Schulen betreuen, doch das war SPD und Grünen zu wenig. Nicht durchsetzen konnte sich die CDU mit ihrer Forderung, Kinder über die gesamte Ferienzeit in den Schulen zu beaufsichtigen. Auch die Linke scheiterte mit ihrem Vorstoß, Geringverdienern und Hartz-IV-Empfängern die Kosten für das Angebot abzunehmen. „Sollte sich am Ende herausstellen, dass der Bedarf über sieben Wochen hinausgeht oder gar darunter bleibt, werden wir reagieren“, sagte Grünen-Ratsfrau Ingrid Wagemann in der Sitzung.

Mit dem Ratsbeschluss dürfte die rot-grün geführte Stadt etlichen Elternwünschen entgegenkommen. Denn der kostspielige Umbau aller Grundschulen zu Ganztagsschulen, den sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben hat, hatte bisher einen nicht unerheblichen Mangel: In den Ferien, die sich in Niedersachsen über jährlich rund 13 Wochen erstrecken, blieben die Schulen bisher geschlossen. Das stellte erwerbstätige Elternpaare und Alleinerziehende vor erhebliche organisatorische Probleme. Sie waren gezwungen, ihre Urlaube so zu planen, dass die Kinderbetreuung über die vielen Ferientage gesichert war. Das hatte in manchen Familien zur Folge, dass nur wenige Tage für eine gemeinsame Zeit von Eltern und Kindern blieben.

Die fehlende Ferienbetreuung in den Ganztagsschulen galt bisher als eines der Hauptargumente für den Erhalt der kostspieligen Horte in Hannover. Dem Streit um die zwei Betreuungssysteme in den Schulen, Ganztag und Hort, könnte die Entscheidung des Rates für ein umfangreiches Ferienprogramm im Ganztagsbetrieb eine neue Wendung geben.

Aber auch das neue Ferienangebot gibt es nicht umsonst: Pro Tag und Kind verlangt die Stadt von den Eltern einen Beitrag von 20 Euro, die Stadt steuert 10 Euro bei. Die Kinder werden täglich zwischen 8 und 17 Uhr von „pädagogisch erfahrenen Fachkräften“ betreut, wie es von der Verwaltung heißt - von Erziehern, Kinderpflegern und Sozialassistenten also. Ein Betreuer kümmert sich um eine Gruppe von acht bis zehn Kindern, unterstützt wird er von einer zweiten Honorarkraft. Im Preis inbegriffen sind ein Mittagessen sowie Getränke und kleine Zwischenmahlzeiten.

Die Gesamtkosten für drei Wochen Betreuung von Feriengruppen an allen 24 Grundschulen mit Ganztagsbereich hatte die Stadt auf 131000 Euro jährlich geschätzt. Mit der von Rot-Grün durchgesetzten Erhöhung auf sieben Wochen kommen noch einmal 200.000 Euro hinzu.

Eltern, die ihr Kind die vollen sieben Wochen zur Ferienbetreuung schicken, müssen 700 Euro zahlen. Das ist der CDU zu viel. „Für Geringverdiener bedeuten 700 Euro eine enorme Belastung“, sagte CDU-Ratsherr Lars Pohl in der Ratssitzung und war sich damit ausnahmsweise mit den Linken einig. Die forderten, dass Inhabern des sogenannten Hannover-Aktiv-Passes, zumeist Hartz IV-Empfänger, das Ferienprogramm umsonst angeboten wird. „Wir glauben dagegen, dass eine Ermäßigung um die Hälfte des Elternbeitrags angemessen ist“, sagte Grünen-Ratsfrau Wagemann.

Der CDU waren zudem die sieben Wochen nicht genug. „Da bleiben mehrere Wochen nicht abgedeckt, sodass die Eltern wieder vor dem Problem stehen, eine Betreuung zu organisieren“, kritisierte Pohl. Die Grünen verwiesen darauf, dass verschiedene Einrichtungen in Hannover ebenfalls Ferienaktivitäten anböten, etwa der Stadtjugendring. Betreuung für die verbleibenden Wochen könnten Eltern selbst organisieren.

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