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Aus der Stadt Verbunden auf ewig?
Hannover Aus der Stadt Verbunden auf ewig?
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08:33 01.07.2014
Von Andreas Schinkel
Foto: Blick aufs Neue Rathaus am Leipziger Martin-Luther-Ring.
Blick aufs Neue Rathaus am Leipziger Martin-Luther-Ring. Quelle: dpa
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Einig ist man sich darin, dass der Austausch mit Leipzig und Bristol lebendiger sein könnte – vorsichtig ausgedrückt. Die CDU stellt sich die Frage, ob Hannover sich von Partnern, mit denen es nicht mehr läuft, besser trennen sollte. Offiziell will das aber niemand  sagen, erst recht nicht im Jubiläumsjahr 25 Jahre nach dem Mauerfall. Für die SPD wagt sich Kulturpolitikerin Belgin Zaman immerhin so weit vor zu fordern, dass „manche Städtepartnerschaften überprüft werden“ sollten. „Womöglich müssen wir der einen oder anderen Verbindung eine andere Richtung geben“, sagt sie.

Die SPD bereite dazu eine Bürgerveranstaltung vor. „Wir wollen wissen, was die Hannoveraner von einer Städtepartnerschaft erwarten“, sagt Zaman. Damit bekomme man auch Hinweise, auf welches Fundament die neue Kooperation mit Konya und Diyarbakir gestellt werden kann.

Eine Zusammenstellung der Partnerstädte von Hannover.

Die von der rot-grünen Ratsmehrheit gewünschte Verbindung mit den beiden türkischen Kommunen hat in den vergangenen Tagen Unmut hervorgerufen. Linke und FDP kritisierten, dass insbesondere Konya politisch gesehen eine „ultrakonservative Hochburg“ sei, mit deutlichen demokratischen Defiziten. Schließlich einigte man sich mit Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) darauf, dass eine Ratsdelegation auf Kosten der Stadt beide Städte besucht, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Schostok hat Konya bereits besucht und lobt die Stadt seither in höchsten Tönen.

Der Bund der Steuerzahler legt den hannoverschen Politikern ans Herz, auf die Reise zu verzichten. „Um die politischen Verhältnisse vor Ort besser einschätzen zu können, sollten die türkischen Mitbürger und deren Verbände in Hannover und Niedersachsen zurate gezogen werden“, sagt der Vorsitzende des Verbands, Bernhard Zentgraf. Eine Reise von Ratspolitikern auf Steuerzahlerkosten sei völlig fehl am Platze. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke verteidigt den Abstecher. „Ich werde dort kritische Fragen stellen, anders als unser OB“, sagt er.

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