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Aus der Stadt Rat wendet Posse um Trammplatz ab
Hannover Aus der Stadt Rat wendet Posse um Trammplatz ab
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00:16 07.09.2013
Mit Blumenornamentik im Pflaster, fünf Schrägen und je einer Treppe zu Friedrichswall (links) und Neuem Rathaus: Umbauplan für den Trammplatz in einer Computersimulation. Quelle: Louafi
Hannover

Die Diskussion hätte sich zur Posse entwickeln können – doch der Bauausschuss des Rates hat jetzt einen Strich darunter gezogen. Beim Trammplatzumbau wird es wie geplant fünf Rampen geben, damit Gehbehinderte und Eltern mit Kinderwagen bequem an Veranstaltungen teilnehmen können. Eine sechste, besonders große Rampe mittig vorm Rathaus aber, wie sie der Bezirksrat Mitte gefordert hatte, wird nicht eingeplant. Zwar sei das Ziel der Barrierefreiheit richtig und wichtig, „aber der Bezirksrat ist über das Ziel hinausgeschossen“, sagte SPD-Ratsherr Jürgen Mineur im Bauausschuss. Michael Dette (Grüne) erinnerte daran, dass die Behindertenbeauftragte Andrea Hammann im Verlauf der Debatte vorgeworfen wurde, sie habe sich zu wenig gekümmert. „Dabei waren auch Behindertenverbände involviert“, sagt Dette.

Die Ratsopposition verweigerte aber aus einem anderen Grund die Zustimmung. Hannover habe „aus finanziellen Gründen derzeit keinen Spielraum, den Platz grundzuerneuern“, sagte Felix Blaschzyk (CDU). Oliver Förste (Linke) setzte einen drauf: Erst werde der Klagesmarkt zugebaut, dann aber die Fläche vorm Rathaus aufgewertet, „damit Politik und Verwaltung auf einen schönen Platz gucken können“. Dette korrigierte: Der Platz werde auch deshalb hergerichtet, damit dort künftig die Kundgebung am Tag der Arbeit stilvoll abgehalten werden könne. Überdies sei der Belag beschädigt.

CDU-Ratsherr Blaschzyk monierte, dass es ausgerechnet bei diesem zentralen Platz keinen echten Planerwettbewerb gegeben habe. Baurat Uwe Bodemann widersprach, die Grundidee zum Umbau stamme aus dem City-2020-Wettbewerb. Anschließend wurde der Berliner Landschaftsplaner Kamel Louafi beauftragt, der auch das neue Operndreieck und die Expo-Gärten entworfen hat. Hannovers Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß hat die Planung mitentwickelt. Wilfried Engelke lobte, was von Louafi stammte, sei immer gut - aber auch er findet, dass die Millioneninvestition nicht zeitgemäß sei. Dirk Hillbrecht (Piraten) forderte, den Fußgängertunnel unter dem Friedrichswall nicht zuzuschütten, sondern zu prüfen, ob er behindertengerecht umgebaut werden könne. Dem mochte niemand zustimmen - die Rampen müssten je 80 Meter lang sein, und Aufzüge seien unkomfortabel. Stattdessen soll ein Fußgängerüberweg mit Ampel gebaut werden.

Jens Böning (Hannoveraner) sagte, dass er die Diskussion nicht verstehe. Der Ausschuss stimmte trotzdem ab: Mit rot-grüner Mehrheit wurde das Umbaukonzept auf den Weg gebracht.

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