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Aus der Stadt Schostok: Härke schadet der Stadt
Hannover Aus der Stadt Schostok: Härke schadet der Stadt
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00:15 23.01.2018
Ein Bild aus guten Tagen. Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) und Harald Härke.
Ein Bild aus guten Tagen. Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) und Harald Härke. Quelle: Archiv
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Hannover

 Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok hat mit Unverständnis auf die Ankündigung von Kulturdezernent Harald Härke reagiert, seinen zunächst angekündigten Rücktritt vorerst wieder zurückzunehmen. „Ich weiß nicht, was Herrn Härke treibt“, sagte der Oberbürgermeister am Sonnabend auf Anfrage der HAZ. „Er schadet der Stadt“, sagte Schostok zum Verhalten Härkes. Und das mache er mit „vollem Vorsatz“.

Wie berichtet hatte Härke am Freitag durch ein Schreiben seines Anwalts seinen für den März angekündigten Rücktritt von seinem Posten vorsorglich wieder zurückgenommen. Eine Begründung dafür gab es nicht. Schostok hatte am Freitag auf die neue Entwicklung zunächst ungläubig reagiert. In der Ratspolitik wird das Hin und Her von Härke mit Kopfschütteln quittiert. 

Härke muss sich derzeit einem Disziplinarverfahren stellen. Ihm wird vorgeworfen, dass er seiner Lebensgefährtin eine Stelle im Kulturbüro verschaffen wollte. Härke hatte zunächst einen Fehler eingeräumt und um Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gebeten. Schostok hatte jedoch entschieden, dass Härke noch zwei Jahre als Kulturdezernent amtieren sollte. Die Zuständigkeit für den wichtigen Personalbereich musste er abgeben. 

Kurze Zeit später forderte Schostok dann doch einen möglichst schnellen Rücktritt Härkes. Daraufhin beantragte dieser die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand zum 31. März. 

Von Mathias Klein