Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Vorerst kein Außenbecken für das Fössebad
Hannover Aus der Stadt Vorerst kein Außenbecken für das Fössebad
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:41 09.06.2017
Von Andreas Schinkel
Kein neues Freibad für Linden und Limmer – vorerst. Marco Faulbaum vom Bäderbetrieb lehnt am Geländer des stillgelegten Außenbeckens im Fössebad. Quelle: Christian Behrens
Anzeige
Hannover

Jedoch sollen beim Neubau des Fössebads die nötigen Leitungen und Anschlüsse gelegt werden, sodass bei Bedarf ein Außenbecken mit 25-Meter-Bahn angelegt werden kann. „Damit können wir gut leben, zumal wir uns mit anderen Forderungen durchsetzen konnten“, heißt es aus Kreisen der Grünen. Die Wünsche des Ampel-Bündnisses werden am Montag dem Sportausschuss zur Abstimmung vorgelegt. Am Donnerstag entscheidet der Rat über den Neubau des Fössebads. Möglicherweise verzögert sich das Verfahren, denn die CDU bittet um Bedenkzeit. Sie unterstützt den Bezirksrat und will ein Freibad.

Die Stadtverwaltung will aus Kostengründen auf ein Außenbecken verzichten. Rund 20 Millionen Euro verschlingt allein der Bau des Hallenbads mit 50-Meter-Becken, in dem Schwimmwettkämpfe ausgetragen werden können. Auch eine Tribüne ist vorgesehen. Der Musikclub Béi Chéz Heinz im Keller des alten Fössebads muss weichen, sobald das Bad abgerissen wird.

Anzeige

Im Bezirksrat Linden-Limmer hatten die Pläne der Stadt Entrüstung ausgelöst. Das Freibad müsse erhalten bleiben, möglicherweise auf Kosten einer 50-Meter-Bahn, hieß es. Auch am Musikclub hielten die Stadtteilpolitiker fest. Der Streit entzweite die Grünen bis hinein in die Ratsfraktion.

Mehr als zwei Stunden haben SPD, Grüne und FDP am Freitag hinter verschlossenen Türen verhandelt. „Eine anstrengende, aber sachliche Diskussion“, sagen Teilnehmer der Runde. Am Ende habe allerdings jede Partei ihr Gesicht gewahrt.

Im neuen Fössebad sind noch immer Wettkämpfe möglich, aber das Bad bekommt nach dem Willen der Ampel auch eine familienfreundliche Ausrichtung. Wasserspiele, etwa ein „Sprudelpilz“, sollen im Hallen- und Freibadbereich Spaß für Kinder bieten. Die Seitenwand der Schwimmhalle wird so gebaut, dass sie sich im Sommer in Richtung Liegewiese öffnen lässt. Damit ist die Idee, die Hallendecke als Schiebedach zu konstruieren, vom Tisch. Die geplanten Zuschauertribünen sollen nach dem Willen der Ratsmehrheit „multifunktional“ sein. Das heißt: keine harten Klappsitze, sondern viel Platz zum entspannten Verweilen. Zudem soll ein Sprungturm mit Ein- und Drei-Meter-Brett gebaut werden.

In Sachen Chéz Heinz bleiben die Ampel-Wünsche vage. Es sollen weitere Gespräche mit der Stadt geführt werden, heißt es.

Bärbel Hilbig 12.06.2017
Heiko Randermann 12.06.2017
Conrad von Meding 12.06.2017