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Aus der Stadt Weitere Anschuldigungen gegen Marek K.
Hannover Aus der Stadt Weitere Anschuldigungen gegen Marek K.
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06:32 12.08.2015
Von Jörn Kießler
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Symbolbild Quelle: Archiv
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Hannover

„Wir können den Verdächtigen nun eindeutig mit sieben weiteren Überfällen in Verbindung bringen“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Die Gesamtzahl der Taten, die dem Polen vorgeworfen werden, erhöht sich dadurch auf 23.

Am 25. Juni hatte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) Marek K. auf einem Rastplatz in der Nähe von Dresden festgenommen. Er steht im Verdacht, in den vergangenen zwei Jahren 43 Supermärkte in ganz Deutschland überfallen und dabei rund 100.000 Euro Beute gemacht zu haben. Dabei soll er in acht Fällen von einer Schusswaffe Gebrauch gemacht und einmal einen tödlichen Schuss abgegeben haben. Am 5. Dezember soll Marek K. den 21 Jahre alten Hannoveraner Joey K. in einem NP-Markt in Stöcken erschossen haben, als dieser der von dem mutmaßlichen Täter bedrohten Verkäuferin zu Hilfe eilte. Ob sich der tödliche Schuss bei dem vorangegangenen Handgemenge aus Versehen löste oder der Täter gezielt schoss, ist bisher unklar. Marek K. schweigt, seitdem er in Untersuchungshaft sitzt.

„Dennoch können wir ihn durch den Vergleich von Fingerabdrücken, DNA-Spuren und ballistischen Untersuchungen mit 23 Fällen eindeutig in Verbindung bringen“, sagt Klinge. Sobald die bisher zuständigen Behörden aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo der Verdächtige auch überall zugeschlagen haben soll, die fehlenden Akten nach Hannover geschickt haben, sollen die Taten hier in die Anklageschrift eingearbeitet werden. Wann die Untersuchungen in den sechs betroffenen Bundesländern abgeschlossen sind und das Verfahren gegen den Vater eines Kleinkindes eröffnet werden kann, ist noch immer unklar.

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Der mutmaßliche Raubmörder von Stöcken, Marek K., hat offenbar weit weniger Beute bei seinen Überfällen gemacht, als bislang vermutet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist bei den 17 Taten, die dem 42-Jährigen bislang zugeschrieben werden konnten, lediglich ein Betrag von weniger als 30.000 Euro zusammengekommen.

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