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Aus der Stadt Rechtsradikaler greift Grünen-Abgeordneten an
Hannover Aus der Stadt Rechtsradikaler greift Grünen-Abgeordneten an
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19:16 02.02.2014
Von Tobias Morchner
Foto: Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler. Quelle: dpa
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Hannover

Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, der aus Hannover stammende Sven-Christian Kindler, ist am Sonnabend in Linden-Mitte von einem Rechtsradikalen angegangen worden. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Nötigung. Auch die Abteilung Staatsschutz ist in die Untersuchung involviert, da der Verdacht einer politisch motivierten Straftat besteht.

Der 28-jährige Politiker war gegen 14 Uhr am Küchengartenplatz unterwegs. Plötzlich wurde er von einem jungen Mann, Mitte 20, angesprochen. Er sei doch von den Grünen und habe vor Kurzem auf einer Demonstration gegen die Band 
Frei.Wild gesprochen, sagte der etwa 1,80 Meter große Mann. Im November des vergangenen Jahres hatten rund 300 Menschen am Schwarzen Bär gegen den Auftritt der umstrittenen Band im Capitol demonstriert, weil die Gruppe aus Sicht der Teilnehmer in ihren Texten Vorurteile gegenüber Andersdenkenden schüre.

Als Sven-Christian Kindler die Frage des ihm Unbekannten mit einem Ja beantwortete, griff sein Gegenüber den Politiker an. Der Abgeordnete wurde geschubst und, wie die Polizei mitteilt, mit leichten Schlägen gegen den Oberkörper traktiert. Zu dem soll der Angreifer sein Opfer wüst beschimpft und bedroht haben: „Ich mache dich fertig, wenn du noch mal so etwas machst“, soll der Täter gerufen haben.

Erst als der Politiker mehrfach damit drohte, die Polizei einzuschalten, ließ der Angreifer von ihm ab und flüchtete. „Der Vorfall zeugt, wie gefährlich die Ideologie von Frei.Wild ist“, sagt er der HAZ. Der Angriff zeige, dass Nazi-Gewalt in Hannover und der Region ein ernstzunehmendes Thema sei. „Das, was mir passiert ist, passiert vielen, die sich öffentlich gegen Rechtsextremismus engagieren“, sagt der Politiker. Er werde sich durch die Attacke jedoch nicht einschüchtern lassen, sondern weitermachen wie bisher.

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